Sehr geehrte Damen und Herren,
wie wir der "Chemnitzer Morgenpost" vom 01.April 2007 entnehmen konnten, hat Bürgermeister Brehm auf die Presseberichterstattung vom Vortag im selben Medium geantwortet.
Leider mußten wir feststellen, daß auf unsere sachlichen Kritikpunkte nicht eingegangen und die Pressemitteilung vom 27.03.2008 rein als "ins Persönliche" gehende Kritik gedeutet wurde.
Hierzu muß festgestellt werden, daß diese Presseerklärung deutlich erkennbar rein sachlich Kritik an der Zusammenarbeit mit dem für Schulen zuständigen Dezernat ohne Schuldzuweisungen an einzelne Personen übt.
"Ins Persönliche zu gehen" mag in anderen Bereich des gesellschaftlichen Lebens leider durchaus ab und zu vorkommen, dem Gremium Kreiselternrat als unbezahltes, ehrenamtliches und basisdemokratisches Gremium ist dies aber wesensfremd. Leider hat Herr Bürgermeister Brehm es vorgezogen - statt sich den sachlichen Aussagen zu stellen und hier Abhilfe zu schaffen - sich auf ein argumentativ so "lahmes Pferd" zu setzen, um damit u.E. einer Stellungnahme in der Sache auszuweichen.
Ohne uns selbst zu zitieren und unsere Presseerklärung noch einmal komplett erklären zu wollen, möchten wir noch einmal zwei Kernthemen herausstellen:
Der KER-C wurde nicht mehr – oder nur sehr unzureichend - offiziell in die Entscheidungsfindung wichtiger Beschlüsse wie z.B. bei der Liebknecht-GS oder der Schweitzer-MS eingebunden. Hiermit verbunden ist auch das Fehlen wichtiger Informationen, die sonst nur den Stadträten vorliegen. Diese Informationen müssen als grundlegend für eine Entscheidungsfindung im Stadtrat angesehen werden. Als Beispiel herausgreifen möchten wir die den Stadträten vorliegenden Informationen zum Sanierungszustand im Falle der Albert-Schweitzer-MS. Hier sehen wir immer noch unbedingten Diskussionsbedarf (* siehe Anmerkung unten).
Daraus folgt der Kritikpunkt der aus unserer Sicht unzureichenden Information der Stadträte, die über Für und Wider einer Entscheidung detailliert informiert sein müssen, um eine vor den Bürgern vertretbare Entscheidung treffen zu können.
Wie wir der in der Presse berichteten Entgegnung des Herrn Bürgermeisters Brehm ebenfalls entnehmen konnten, sind die von uns angesprochenen sachlichen Kritikpunkte aber offenbar auch unstrittig.
Das mittlerweile von mehreren Seiten aus dem Stadtrat geäußerte Interesse, sich mit den von uns aufgeworfenen Sachfragen auseinanderzusetzen, begrüßen wir ausdrücklich und werden daraus entstehende Gesprächsmöglichkeiten gerne wahrnehmen.
Mit freundlichen Grüßen,
der Vorstand des KER-C
i.A. des Vorstandes gez. gez.
Andreas Müller Ines Hetzel Jonas Lange
- Vorsitzender des Kreiselternrat Chemnitz - - 1. Stellv. Vorsitzende des Kreiselternrat Chemnitz - - Stellv. Vorsitzender des KER Chemnitz
(*) Hier sei zusätzlich angemerkt: Die tatsächlich(!) notwendigen Sanierungskosten von Schweitzer- und Kopernikus-MS muß man – statt einzeln - einmal im Zusammenhang mit den enormen Sanierungskosten des eigentlich wegen seines desolaten Zustandes selbst vom Kreiselternrat schon vor Jahren zum Abriß empfohlenen ehemaligen Heisenberg-Gymnasiums sowie mit den Betriebskosten der durch das Abendgymnasium nutzbaren leerstehenden ehemaligen Doppelstandorte (GS/MS)betrachten und öffentlich diskutieren.