P R E S S E M I T T E I L U N G
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Erste Sitzung der Planungsgruppen "Rahmenplanung"
Mit dem Mandat von mittlerweile mehr als 19000 Unterschriften hat der Kreiselternrat Chemnitz die Aufgabe angenommen, eine von den Bürgern initierte Rahmenplanung zu erarbeiten. Nun sind die Vorbereitungen abgeschlossen und es geht endlich los! Die erste Sitzung der Planungsgruppen "Rahmenplanung" wird am Mittwoch, den 02.05.2001/ 18.3o Uhr im Beruflichen Schulzentrum am Schloßteich durchgeführt. Als Teilnehmer geladen sind die Eltern- und Schülervertreter aller Schulen sowie Stadträte und interessierte Vertreter örtlicher Initiativen und Vereine.
Dabei wollen die Eltern-
und Schülervertreter durch die neue Rahmenplanung den deutschlandweiten
Trend in der Schulpolitik, weg von zu großen Schulen und Klassen, auch
in Chemnitz umsetzen. Bei den Grundschulen setzen sie auf den
vollständigen Erhalt aller Einrichtungen, da hier ab kommenden
Schuljahr durchweg steigende Schülerzahlen gegeben sind und die notwendigen
Schließungen bereits in den Jahren 1998 bis 2000 durchgeführt wurden.
Im Bereich der Mittelschulen ist trotz noch bis 2005 sinkender Schülerzahlen
eine Schließung nur vorgesehen, wenn der Bedarf sowohl zahlenmäßig als
auch aus den örtlichen Gegebenheiten nicht mehr nachweisbar ist. Gegenüber
der städtischen Rahmenplanung werden die örtlichen Gegebenheiten, wie
Zergliederung, Infrastruktur, Schulwege u.ä., bei der Begründung des
Öffentlichen Bedürfnisses eine wesentlich stärkere Bedeutung erhalten.
Die Durchsetzung einer Mischnutzung für räumlich nicht ausgelastete
Schulkomplexe ist genauso fester Bestandteil der Rahmenplanung, wie
die Öffnung der Schulhöfe und die Umnutzung von Teilen der Schulen als
Kindertagesstätten zur Kapazitätsanpassung an den stark gestiegenen
Bedarf. Für die geburtenschwachen Jahrgänge im Mittelschul- und Gymnasiumbereich
sind Übergangslösungen analog dem Bautzener Modell (Schulverbünde/Außenstellen)
oder dem Chemnitzer Modell (einzügige Mittelschule) angedacht. Die rechtliche
Begleitung dieses Prozesses soll ein von vier Oberbürgermeisterkandidaten
unterstützter Volksantrag zur Änderung des Schulgesetzes bilden. Gleichfalls
hoffen die Elternvertreter darauf, daß sich die Stadt Chemnitz doch
noch entschließt, eine analoge Verfassungsklage wie bei den Kindertagesstätten
für den Schulbereich einzubringen, handelt es sich doch bei beiden Problemen
um die gleiche Problematik.
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i.A . der Arbeitsgruppe
Rahmenplanung des Kreiselternrat Chemnitz