Ende: 22.oo Uhr
Teilnehmer:
MS Borna &- Frau Uhlig Schulleiterin
- Frau Breuer stellv. Schulleiter
- Frau Ermischer Schulelternsprecherin
- Fräulein Ermischer Schulschülersprecherin
Körperbehindertenschule
- Frau Lehmann Schulleiterin
- Frau Brückner stellv. Schulleiterin
- Herr Lorenz Schulelternsprecher
- Frau Beck Elternsprecherin
MS Wittgensdorf
- Herr Knorr Schulleiter
- Herr Uhle Schulelternsprecher
- Herr Motz Förderverein
- Frau Sattler Förderverein
GS Wittgensdorf - Herr Wolf Schulleiter
MS Gablenz
- Herr Heinze Schulleiter
- Frau Kempel stellv. Schulelternspr.
Kreiselternrat
- Herr Fenner Vorsitzender KER-C
- Herr Müller stellv. Vors. KER-C
- Herr Kühnel AG Förderschulen
CDU
- Herr Höfler Schulausschuß
- Herr Eichler Schulausschuß
- Herr Leistner Schulausschuß
SPD
- Frau Knorr Schulausschuß
PDS
- Frau Herrmann Schulausschuß
- Frau Schneider Schulausschuß
- Frau Enkelmann Schulausschuß
Ortschaftsrat Wittgensdorf
- Herr Müller
Inhalt (Zusammenfassendes Gedächtnisprotokoll):
Die AG sollte Wege der Überleitung und des eventuellen Ausbaus der
vorh. Kooperation von Körperbehindertenschule und MS Borna zu einer
Kooperation von Körperbehindertenschule und MS Wittgensdorf beraten.
Folgende Schwerpunkte wurden besprochen:
Punkt 1: Vorstellung
- Es erfolgte die gegenseitige Vorstellung der Gesprächsteilnehmer
Punkt 2: Generelle Willensbekundungen
- Generelle Willensbekundungen von CDU und SPD zur Fortführung der Kooperation und dem Entstehen einer Vollintegration
- Herr A. Müller (KER-C) bat um vorwärtsblickendes Zusammengehen
im Sinne der Sache (Fortführung der Kooperation durch die MS Wittgensdorf)
Punkt 3: Vorstellungen der Körperbehindertenschule sowie der Kooperation
- Es erfolgte eine kurze Vorstellung der Körperbehindertenschule (4 Schularten, Behinderung als Zugangsvoraussetzung, Besonderheiten etc.)
- Von mehreren Vertretern wurde auf mehrere Teile der Kooperation eingegangen sowie auf deren Erfolge und positiven Seiten für die Entwicklung der Kinder, insbesondere für die der Behinderten.
- Bei den Sprechern für die MS Borna wurde der Tenor einer negativen
Einstellung zu einer Überführung der Kooperation an eine andere
MS prägend in ihren Ausführungen spürbar. Der Block "Pro
MS Borna" wies die Überführung der Kooperation, egal an welche
andere MS, generell als nicht machbar aus.
Punkt 4: Diskussion
- Durch Herrn A. Müller (KER) erfolgte die Aufforderung an die Diskussionsrunde, sich die Punkte der Kooperation einzeln und der Reihe nach vorzunehmen, sie zu konkretisieren, zu qualifizieren und zu quantifizieren, um letzlich auftretende Zielkonflikte mit Lösungsansätzen zu versehen.
- I.d.F. bestimmten leider nicht der Überführung der Kooperation dienende und in Wort- und Tonwahl z.T. sehr verletzende Redebeiträge seitens der Befürworter der MS Borna die Diskussion, welche allesamt eine Kooperation außerhalb des Doppelstandortes MS Borna/ Körperbehindertenschule als nicht praktikabel darstellten und eine Überführung nach Wittgensdorf ablehnten. Sie gipfelten letztlich in die massive Forderung zur Rücknahme der Beschlüsse zur Schulnetzplanung.
- Lösungsansätze, wie z.B. eine Bewertung der Schülerströme,
wurden massiv ausgebremst. So wurde z.B. die Aussage von Herrn A. Müller,
daß der größere Teil der Schüler im Rahmen der Kooperation
von der MS Borna in die Körperbehindertenschule geht, folglich also
in erster Linie der Schülerstrom (nichtbehinderte Kinder!) perspektivisch
von der Wittgensdorfer MS zur Körperbehindertenschule erfolgen wird,
wohlwissend unrichtigerweise als falsch erklärt. Vielmehr wurde
die Behauptung aufgestellt, daß genau soviel Schüler von der Körperbehindertenschule
in die MS Borna gehen würden, wie von selbiger herüber kommen
und diese Behauptung als Nachweis angesehen, daß alle nicht aus dem
Schulstandort Borna kommenden Gesprächspartner keine Kompetenz in
dieser Problematik hätten..
Punkt 5: Lagerbildung
Im Rahmen der Diskussion bildeten sich 3 Lager heraus:
Lager 1: alle Vertreter der MS Borna, Vertreter der Stadtratsfraktion PDS sowie Elternvertreter der Körperbehindertenschule
Lager 2: Schulleitung der Körperbehindertenschule
Lager 3: Alle Vertreter der MS Wittgensdorf, der MS Gablenz, des
KER-C, der CDU und SPD, sowie des Ortschaftsrates Wittgensdorf.
Ziel: Konstruktive Diskussion im Sinne der Aufgabenstellung der Gesprächsrunde.
- Übernahme und Fortführung der Kooperation durch die MS Wittgensdorf auf der Basis der positiven Erkenntnisse und Erfolge der MS Borna
Punkt 6: Abschluß
- Trotz mehrfacher Versuche - u.a. vom Versammlungsleiter Herrn Uhle, von Herrn A.Müller (KER-C) sowie von Herrn Sattler (Förderverein) und Herrn Heinze (MS Gablenz) - die Diskussion in vorwärtsdenkende Richtung wieder aufzunehmen, fuhr die Diskussion infolge der starren Haltung des Lagers 1 fest.
- Auf Anregung von Herrn Heinze (MS Gablenz) wurde deshalb nach verbalen Ausfällen der Elternvertretung Körperbehindertenschule beschlossen, die Gesprächsrunde zu beenden.
- Abschließend wurde ein Treffen der Schulleiter vereinbart, bei
welchem die Problempunkte im kleineren Rahmen konkreter angegangen werden
sollen, wobei seitens der Schulleitung der MS Borna darauf verwiesen wurde,
daß Sie kein neues Konzept mehr erarbeiten würde!
gez. Fenner gez. Müller
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Thomas Fenner Dipl.-Ing. Andreas Müller
Vorsitzender des KER-C 1.Stellv. Vorsitzender des KER-C
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Anmerkungen:
Die Gesprächsnotizen sind sinngemäß und erheben keinen
Anspruch auf Vollständigkeit, geben jedoch aus Sicht der Verfasser die
wesentlichen Gesprächsinhalte wieder.
Beispielhaft für bedauerlicherweise sehr unkonstruktive Gesprächsbeiträge und/oder unter die Gürtellinie gehende Formulierungen sind einige ausgewählte sinngemäße Aussagen beigefügt:
„... die Stadträte haben im Zusammenhang mit der MS Borna über Dinge entschieden, mit denen sie sich gar nicht beschäftigt haben und folglich keine Kenntnis hatten ...”
„... die Bornaer Kinder akzeptieren die behinderten Kinder, die Wittgensdorfer Kinder können und wer- den das nicht ...”
„... mich interessieren nur die zwei behinderten Kinder, die anderen sind mir Wurst ...”
„... alle, außer die Vertreter von Borna, welche über die Kooperation
reden, sind Blinde, die über Farben reden ...”
Der Vorstand des Kreiselternrat Chemnitz distanziert sich hiermit ausdrücklich
von den verbalen Ausfällen der Elternvertretung Körperbehindertenschule
und bittet alle hiervon Betroffenen im Namen des Gremiums ausdrücklich
um Entschuldigung. Wir weisen in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin,
daß die Leitung der Arbeitsgruppe Förderschulen des KER-C neu besetzt
wurde.
Es ist für Elternvertreter und Stadträte der PDS-Fraktion durchaus
legitim, sich gegen politische Entscheidungen zu stellen, selbst dann, wenn
dies niemanden nützt, sondern eher schadet. Nicht legitim dürfte
es sein, wenn die Leitung einer Schule sich dermaßen stark dagegen
einsetzt, insbesondere hier gegen eine Übernahme der Kooperation. Sie
wirkt damit sowohl gegen die Entscheidung des Schulträgers (Stadt Chemnitz/Schulverwaltungsamt,
Stadtrat) als auch die Ihres Arbeitgebers (Regionalschulamt). Mit dieser
Grundeinstellung wird es schwer werden, konstruktive Gespräche im Interesse
der Kinder zu führen.
Der Vorstand des Kreiselternrat bekräftigt hiermit aber nochmals
ausdrücklich, daß er uneingeschränkt hinter der Fortführung
der Kooperation mit der MS Wittgensdorf steht und alle ihm zur Verfügung
stehenden Möglichkeiten ausschöpfen wird, diesen Prozeß
im Sinne der Kinder erfolgreich zu vollenden!