Kreiselternrat Chemnitz
Fax: 0371/313531
An:
Oberbürgermeister Dr. Peter Seifert
Schulverwaltungsamt
Stadträte der Stadt Chemnitz
Betreff: Vertretung des Kreiselternrat im Schulausschuß
__________________________________________________________________________
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Peter Seifert,
sehr geehrte Damen und Herren im Schulverwaltungsamt
sehr geehrte
Damen und Herren Stadträte,
mit deutlichem
Befremden müssen wir zur Kenntnis nehmen, daß durch bewußt unter Sie
getragene Falschinformationen die Arbeit unseres Kreiselternrates diffamiert
und ausgegrenzt werden soll.
Was ist geschehen?
1. Öffentlich oder nichtöffentlich!
Vorwurf: Es wird zunächst behauptet, daß Frau Deponte (Beratender Bürger im Schulausschuß auf dem Sitz der PDS und stellvertretende Vorsitzende des Kreiselternrates) den Kreiselternrat zu spät über den Inhalt der Besprechungen des Schulausschusses, speziell über die zu erstellende Rah- menplanung, informiert hat.
Tatsachen: Hierzu ist eindeutig zu vermerken, daß dies ein n i c h t-öffentlicher Ausschuß ist und Informa- tionen über dessen Arbeit (s.h. Name) zunächst noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind! Ausschließlich der Stadtrat bzw. die Stadtverwaltung entscheiden, was an Information heraus gegeben werden darf, wann dies geschieht und geben letztlich diese Informationen auch selber heraus! Eine offizielle Information seitens der Stadt an den Elternrat erfolgte erstmalig im Rah- men der Kreiselternratssitzung vom 15.11.2000!
2. Teilnahme an den Sitzungen des Schulausschusses
Vorwurf: Dem Kreiselternrat wurde vorgeworfen, daß Frau Deponte (als dessen Vertreter) bei den Sit - zungen zur Rahmenplanung regelmäßig gefehlt hätte!
Tatsachen: Frau Deponte hat nach Berufung in den Schulausschuß beruflich eine neue Perspektive angebo- ten bekommen, welche zukünftig eine Arbeit außerhalb der Stadt Chemnitz zur Folge hat. Hier- über hat sie sowohl die PDS-Fraktion als auch den Vorstand des Kreiselternrates informiert. Im Vorstand des Kreiselternrates wurden i.d.F. auch Gespräche geführt, wer ab nächstem Schul- jahr die Position im Schulausschuß einnehmen könnte. Frau Deponte legte ausdrücklich Wert auf eine systematische und langfristig vorbereitete Übergabe dieser verantwortungsvollen Position!
3. Austauschbarkeit
Vorwurf: Dem Kreiselternrat wird vorgeworfen, er hätte problemlos einen Vertreter schicken können!
Tatsachen: Nach einer Berufung kann ein Bürger nicht einfach durch einen beliebigen Vertreter ersetzt werden. Hierzu sind klare Wahl- und Berufungsvorgänge vorgegeben.
4. Nichtteilnahme gleichzusetzen mit Desinteresse
Vorwurf: Dem Kreiselternrat wird vorgeworfen, er wäre zur Schulausschußsitzung trotz Einladung nicht erschienen und folglich wäre ein Rederecht in der Stadtverordnetenversammlung (s.h. unseren Antrag über Herrn Fenner) infolge Desinteresse unsererseits nicht notwendig!
Tatsachen: Es wurde unsererseits in den letzten zwei Wochen wiederholt dem Schulausschuß die Zusam- menarbeit angeboten (s.h. Offener Brief vom 15.11. 2000). Statt eines Angebotes zur Zusam- menarbeit wurde uns durch einen Vertreter des Schulausschußes mitgeteilt, daß für den Schul- ausschuß "kein Diskussionsbedarf" mit dem Kreiselternrat bestünde und sich "in der Stadtver- ordnetenversammlung schon Mehrheiten für die Rahmenplanung finden werden"!
Aus den vorgenannten
Erläuterungen wird eindeutig klar, daß es nicht die Vertreter des Kreiselternrates
waren, die einer Diskussion aus dem Weg gegangen sind. Deshalb bitten
wir hiermit noch mal ausdrücklich um die Gewährung eines Rederechtes
zur Stadtverordnetenversammlung. Gleichzeitig fordern wir alle diejenigen
auf, welche sich in den normalen Regeln unserer Stadtverwaltung/unseres
Stadtrates auskennen, massiv den Einzelpersonen entgegentreten, welche
entweder infoge Defiziten diesbezüglich oder aus sonstigen Gründen derartige
Behauptungen aufstellen. Dies muß doch möglich sein, zumal wir vor dieser
Erstellung der Rahmenplanung von einer sehr guten Zusammenarbeit sprechen
konnte und wir sonst infolge der Ausgrenzung gezwungen wären, die Problematik
auf der Straße und in den Medien auszutragen, was aus unserer Sicht
wenig sachdienlich ist!
Mit freundlichen
Grüßen
i.A. :
____________________________________________
Dipl.-Ing. Andreas Müller
Vorsitzender für AG
Rahmenplanung im Kreiselternrat