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Unerklärliches und Fehlanzeigen? Kommentar von Andreas Müller

Stadtteil-"entwicklung" und Schulstandort-"planung" mal ganz anders!

Da bemüht sich seit Jahren eine Wohnungsgenossenschaft um die Entwicklung eines Chemnitzer Plattenbaubauquartiers. Mit sehr großem Erfolg! Während in anderen ostdeutschen Städten Plattenbausiedlungen veröden, vergammeln und abgerissen werden, ziehen immer mehr junge Familien nach Markersdorf, nicht zuletzt wegen der gut sanierten und preiswerten Wohnungen und dem sich zunehmend verbessernden Umfeld. Krimminalität und Gewalt in diesem Stadtteil? Fehlanzeige!

Da engagiert sich eine Mittelschule überdurchschnittlich: die Albert-Schweiter-Mittelschule. Neben besonderen Bemühungen auf pädagogischen Gebiet wird sehr großer Wert auf soziale und zwischenmenschliche Kompetenz gelegt. Die hervorragenden Bemühungen von Frau Hähnel im Rahmen der schulbegleitenden Vereinsarbeit an dieser Schule fanden bereits an höchster bundesdeutscher Stelle Anerkennung und Würdigung. Der Schulclub und das Pausenradio sind vorbildprägend! Der Schulhof und die Grünanlagen gepflegt. Eigeninitiative von Schülern, Eltern und Lehrern allgegenwärtig.

Beispielhaft!

Vor Jahren hätten niemand gedacht, daß eine Plattenschule im Heckert-Gebiet Schüler aus dem gesamten Stadtgebiet und aus dem Umland anziehen könne. Bei freier Wahlentscheidung! Doch diese Schule hat dies geschafft!

Unerklärlich?

Da gibt es ein Angebot der Wohnungsgenossenschaft, angesichts der klammen Stadtkassen die Kosten für notwendige Modernisierungsmaßnahmen der Plattenbauschule zu übernehmen. Positive Reaktion vom Schulbürgermeister?

Fehlanzeige!

Da gibt es zwei Schulstandorte in einem unmittelbar benachbarten Stadtteil. Eine dringend sanierungsbedürftige Grundschule und eine sanierte Mittelschule mit Planetarium, die mangels ausreichenden Schülerzahlen geschlossen werden muß. Da gibt es von Kreiselternrat und Stadträten die mehrfache Empfehlung, die Mittelschule mit geringem Aufwand zur Grundschule umzurüsten. Umbau der Toiletten! Da gibt es von Fachleuten die Empfehlung, das besondere pädagogische Konzept der Grundschule auf den naturwissentschaftlichen Bereich auszubauen, um somit die Fachkabinette der bisherigen Mittelschule gleich weiter nutzen zu können. Alles Kosteneinsparungen für den Stadthaushalt. Positive Reaktionen seitens der Stadt?

Fehlanzeige!

Statt dessen wird die Einstein-Grundschule im Eilverfahren zur Sanierung ausgeschrieben und diese soweit vorangetrieben, daß sie nicht mehr rücknehmbar ist.

Unerklärlich!

Die unmittelbar benachbarte Kopernikus-Mittelschule wurde mittlerweile zur Schließung ausgewiesen. In der ursprünglichen Beschlußvorlage kein Wort, daß sie zukünftig die Albert-Schweitzer-Mittelschule aufnehmen soll. In der Aufforderung zur Stellungnahme 2006 dem Kreiselternrat vorgelegten Dokumentation kein Wort hiervon. Nur hintergründige Gerüchte unter der Hand.

Unerklärlich?

Dafür dann in der Stadtratssitzung der Eilvorstoss des Schulbürgermeisters: Es gäbe keine Alternativen zum Umzug! Die Stadträte schwenkten ein.

Dabei hatten sich erst wenige Tage zuvor einige Stadträte und eine Landtagsabgeordnete vor Ort ein Bild von der Albert-Schweitzer-Mittelschule verschafft und in dem Wissen, daß bei einem Umzug viele der enorm wichtigen und erhaltenswerten, nebenschulischen Aktivitäten mangels Räumen an der Kopernikus-Mittelschule aufgegeben werden müssen, sich vor Ort für den Verbleib am Standort ausgesprochen. Auch der anwesende Vertreter des Kreiselternrates hatte sich nachdrücklich für den Verbleib am Standort stark gemacht und darauf hingewiesen, daß hierzu Konsens im Kreiselternrat bestünde.

Unerklärlich?

Nun gab es wieder eine Zusammenkunft an der Schule, wieder mit Eltern, Verein, Wohnungsgenossenschaft, einem Stadtrat und dem Vorsitzenden des Kreiselternrates. Wieder ging es um den Verbleib am Standort. Wieder sicherte der Vertreter des Kreiselternrates zu, daß der Kreiselternrat Chemnitz alle Aktivitäten der Schule zum Verbleib am Standort unterstütze, erst unlängst im Rahmen einer schriftlichen Stellungnahme zur Schließung der Kopernikus-Mittelschule dies wieder eingefordert habe. Zu seiner grenzenlosen Überraschung mußte der Kreiselternratsvertreter dann die Empfehlung des anwesenden Stadtrates zur Kenntnis nehmen, daß der der Ball flach gehalten werden und sich ausschließlich der Schulelternrat an den Stadtrat wenden, der Kreiselternrat sich hier jedoch besser heraushalten solle, da er in der Vergangenheit auch keine Aktivitäten hierzu unternommen habe.

Unerklärlich!

Am 17.03.2007 wurden die Anmeldezahlen an Mittelschulen veröffentlicht.

Während sachsenweit die "... allermeisten Mittelschulen und Gymnasien entspannt das neue Schuljahr planen ..." (Zitat Sächsische Zeitung) tituliert die Freie Presse in Chemnitz: "... Hälfte der Chemnitzer Mittelschulen mit zu wenigen Anmeldungen ...". Angesichts dieser Gegensätze kommt es für die Stadt Chemnitz mehr denn je darauf an, gute Schulstandorte zu stützen, statt sie noch weiter zu schwächen.

Ein Umzug der Albert-Schweitzer-Mittelschule in die Kopernikus-Mittelschule muß deshalb in jedem Fall ausgeschlossen werden, da er auf Grund des damit verbundenen Qualitätsverlustes infolge Wegfall zahlreicher wesentlicher schulbegleitender Aktivitäten wohl schon fast als grob fahrlässig-bestandsgefährdend anzusehen ist.

Oder?

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