Kultusminister Flath: Keine Einschnitte ins Schulnetz mehr in den nächsten 10 - 15 Jahren

Während der Sitzung des Landeselternrates, am 2. Dezember 2006 in Dresden, teilte der Staatsminister für Kultus, Steffen Flath, mit, daß es im Hinblick auf die Schullandschaft und die laufenden Haushaltsverhandlungen bis auf einige wenige Ausnahmen mindestens in den nächsten 10 - 15 Jahren keine weiteren Einschnitte in das Schulnetz geben wird.

Das sind doch mal gute Nachrichten!

Zum geäußerten Wunsch nach mehr Schulpsychologen zur vorbeugenden Betreuung direkt an den Schulen sieht er derzeit nicht die Möglichkeit zur Einsetzung zusätzlicher Mittel. Allerdings erkannte er den Nachholbedarf im Vergleich zu anderen Ländern durchaus an.

Update 04/12/06: Die hier wiedergegebenen Aussagen wurden inzwischen durch das Sächsische Staatsministerium für Kultus schriftlich per Email bestätigt und erweitert. Der Text oben wurde entsprechend angepaßt.

Neue Gestaltung der Website des KER-C

1. Advent 2006: Pünktlich vor dem Nikolaus wurde die ein wenig veränderte Gestaltung der Website einsatzbereit. :)
Ich freue mich über über alle Anregungen, Hinweise und Kritiken, die zur Verbesserung dienen.
Noch eine dringende Bitte an alle Schulelternräte: Wenn Sie bislang noch keine Emails vom KER-C - Verteiler bekommen, melden Sie sich bitte bei mir, Jonas Lange. Vielen Dank.

Update: In einigen Browsern gibt es noch Dinge, die etwas merkwürdig angezeigt werden. Trotzdem scheint das neue Design gut verwendbar und hinter diese Dinge werden wir auch noch kommen. Wenn jemand grundsätzliche Probleme mit der Anzeige hat - wie gesagt - bitte melden.

Neuer Vorstand - neuer Vorsitzender Andreas Müller (André-Gymnasium)

Es hat sich schon länger abgezeichnet, aber im letzten Jahr ist es extrem geworden: die Arbeitsbelastung von Norbert Okoniewski ließ sich kaum noch mit dem Ehrenamt als Vorsitzender vereinbaren. Wir haben leider auch Thomas Zügel als Zugpferd durch Wegzug verloren.

Ihnen danken wir für die geleistete Arbeit und die viele gespendete knappe Zeit!

So hat sich der KER-C einen neuen Vorstand gewählt, und dieses Mal haben sich zu unserer großen Freude auch in allen Arbeitsgruppen Vertreter gefunden.

Unser Vorsitzender ist jetzt Andreas Müller, der als wesentlicher Mitgestalter des Schulnetzes der Stadt Chemnitz bekannt ist. Der gesamte Vorstand des KER-C wurde einstimmig durch die Vertreter der Schulen der Stadt Chemnitz gewählt.

Der KER-C plant, ein neues Strategieprogramm für die nächsten Jahre zu entwickeln, das sich an das nun doch einigermaßen überholte bestehende Strategieprogramm anschließen soll. Im Jahr 2001 hatte das Gremium eine Doppelstrategie für die Aktivitäten auf Stadt- und Landesebene beschlossen, die später zu einer neuen Schulnetzplanung für die Stadt Chemnitz sowie wesentlich mit zur Novellierung des Schulgesetzes für den Freistaat Sachsen geführt hat.

Es wird (hoffentlich) nicht mehr um derartig brennende Fragen wie zu Zeiten des Kampfes um das Schulnetz gehen, aber es ist auch klar, daß dringender Bedarf für die weitere Entwicklung des Bildungssystems besteht. Es ist für Eltern beispielsweise nicht akzeptabel, wenn Schüler gezielt zu Abschlüssen hingeführt werden, die später im Arbeitsleben als nicht oder kaum vermittelbar gelten, denn es ginge meist auch anders.

Bitte lesen Sie die Presseerklärung des KER-C zum Thema.

Protokoll der Veranstaltung

KER-C wählt am 15.November

Der Vorstand des KER-C lädt die Mitglieder zur neuen Wahlveranstaltung ein. Wie vielen in diesem Jahr ebenfalls aufgefallen sein dürfte, machen Ausscheiden von Vostandsmitgliedern und Arbeitsbelastung anderer eine Neuausrichtung des KER-C in personeller Hinsicht notwendig.

Außerdem ist unter den sich verändernden Rahmenbedingungen - das Thema Schulschließungen scheint endlich abgehandelt - eine Neudefinition der Zielsetzungen sinnvoll.

Liebe Mitglieder, bitte beteiligen Sie sich an dieser Veranstaltung und an der Weiterarbeit dieses Gremiums. Nachfolgend lesen Sie bitte die Einladung des Vorsitzenden mit den Angaben zu Zeit und Ort der Veranstaltung.

BETREFF: KER - Sitzung 15.11.2006

Sehr geehrte Elternratsvorsitzende der Schulen in Chemnitz, am 15.11.2006 findet die nächste Kreiselternratssitzung statt.

Dazu laden wir Sie ganz herzlich ein.

Termin: Mittwoch, den 15.11.2006
Ort: Aula - Mittelschule Gablenz
Mittelschule Gablenz
Adelsbergstraße 90
09126 Chemnitz
Zeit: 19.00 Uhr

Themenschwerpunkte zur KER-Sitzung:

- Ablauf KER-C 15.11.2006

Mit der Bitte um aktive Mitarbeit, Teilnahme und der Rücksendung der Teilnahmebestätigung verbleiben wir mit freundlichen Grüßen

gez. Norbert Okoniewski
Norbert Okoniewski
Vorsitzender KER

Klagen der Eltern aus Mittelbach gegen das SMK am 30.06.2005 eingereicht. Gericht setzt Streitwert auf astronomischen Wert von 60.000 €

Zur Deckung der Gerichtskosten bitten wir Euch die Eltern bei dieser Klage zu unterstützen:

Kto: Kreiselternrat Chemnitz
Norbert Okoniewski
Kto-Nr.: 604501857
BLZ: 760 100 85
bei der Postbank

Das Verwaltungsgericht Chemnitz hat den Streitwert auf 60.000 € festgesetzt. Wir brauchen aufgrund dieser Entscheidung, die für uns ehrlich gesagt nicht nachvollziehbar ist, nur für die Gerichtskosten über 1.500 €. Die Kosten für den Rechtsanwalt sind gesichert. Wer uns helfen kann den bitten wir um eine Überweisung, auch in geringer Höhe, an das oben genannte Konto.
Sollten wir die Klage gewinnen, was wir hoffen, werden wir mit Euch gemeinsam entscheiden wie das eingezahlte Geld, welches ja dann zurückerstattet wird, sinnvoll zugunsten unserer Kinder eingesetzt werden kann. Wenn wir Euren Namen veröffentlichen dürfen schreibt einfach in den Verwendungszweck Euren Nachnamen.

Die Verfahren tragen die Aktenzeichen: 2K 897/05 und 2K 898/05 beim Verwaltungsgericht Chemnitz.

beigesteuert haben unter anderen bisher:

IB Okoniewski
SachsTec Chemnitz
Ingenieurbüro Andreas Müller

Wichtige Info zum Bürgerbegehren - Stadt Chemnitz verwehrt 24.000 Chemnitzern die Stimme und verschanzt sich hinter auslegbaren Formalitäten!

Initiatoren prüfen rechtliches Vorgehen bei Versagen der Zulässigkeit durch den Stadtrat!

PresseInformation
375

Chemnitz, 23. Juni 2005
· Bürgerbegehren für den Erhalt von Grund- und Mittelschulen
· Inhalt der Anträge überschreitet die Gestaltungsmöglichkeiten der Stadt Chemnitz
· Stadtrat entscheidet im Juli über Zulässigkeit
Nach eingehender rechtlicher Prüfung der beiden Bürgerbegehren zum Erhalt von Grund- und Mittelschulen kommt die Verwaltung zu dem Ergebnis, dass diese aus formalen und inhaltlichen Gründen nicht zulässig sind.
In den Anträgen wird gefordert, dass die Stadt Chemnitz “dauerhaft” alle Schulen in ihrer Trägerschaft “fortführt” und diese einer “… potentiellen Schließungsgefahr entzieht…”.
Eine dauerhafte Erhaltung aller Chemnitzer Grund- und Mittelschulen ist im Ergebnis rechtlich nicht möglich, weil dies einerseits vom zukünftigen Bestehen oder Nichtbestehen eines öffentlichen Bedürfnisses abhängig ist, anderseits die Feststellung dieses öffentlichen Bedürfnisses in der Kompetenz des Freistaates Sachsen steht und wesentlich von der demografischen Entwicklung abhängt.
Gegen den bereits erfolgten Mitwirkungsentzug des Freistaates Sachsen an der Unterhaltung der betroffenen Schulen steht der Stadt Chemnitz lediglich noch der Verwaltungsrechtsweg offen. Die Entscheidung darüber ist aber nicht einem Bürgerbegehren zugänglich.
Im Verlauf der Prüfung kommt die Stadtverwaltung Chemnitz weiterhin zu dem Ergebnis, dass es im Bürgerbegehren auch formelle Mängel gibt.
So sind Prognosen darüber erforderlich, welche Kosten mit der angestrebten Maßnahme verbunden sind und wie diese im Rahmen des Haushaltsrechts gedeckt werden können. Die vorliegenden Bürgerbegehren enthalten keine Kostenschätzung und nur einen sehr pauschalen Kostendeckungsvorschlag.
Weiterhin sind die Fragen beider Bürgerbegehren sehr komplex und verschachtelt gestellt. Für den Bürger ist nicht ohne weiteres zu erkennen, welchen Inhalt das Bürgerbegehren hat und welche Konsequenzen seine Befürwortung oder Ablehnung nach sich zieht. Eindeutigkeit und Klarheit einer zur Entscheidung gestellten Frage eines Bürgerbegehrens sind aber grundlegende Voraussetzungen, damit der Bürger überhaupt in die Lage versetzt wird, in freier Selbstbestimmung Gemeindeangelegenheiten zu entscheiden.
Die Entscheidung über die Zulässigkeit eines Bürgerbegehrens ist dem Stadtrat vorbehalten. Eine entsprechende Beschlussvorlage ist für die Stadtratssitzung am 13. Juli 2005 vorgesehen.

Andreas Bochmann
Pressesprecher

Zur Beantwortung von Fragen steht Herr Motzkus (488-1931) bis heute 14 Uhr zur Verfügung.

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Hat die Stadt versagt?
Der Stadtrat hat nur in wenigen Punkten der Mitwirkungsentzugs und Schließungsorgie den Kampf angesagt.
Tenor: lediglich im Bereich der 7. Klassen wird gehandelt, aber nur halbherzig.

Stadt mit Bürgernähe stellen sich die Bürger anders vor.

Ankündigung und Realität, ein beschämendes Zeugnis für die Stadträte in Chemnitz.
Ein kleiner Auszug zum wundern:

Die Stadtverwaltung wehrt sich
Weitere Schulschließungen

Chemnitzer Morgenpost, Freitag, 6. Mai 2005:

“Das ist langsam absurd“, meint Bürgermeister Berthold Brehm (CDU). „Wir lehnen die Aufhebungen der Schulen ab.“ Heute schickt er per Fax die Stellungnahme der Stadt ans Kultusministerium. Das möchte in Chemnitz - über den in der Stadt beschlossenen Schulnetzplan hinaus - zwei Grundschulen und zwei Mittelschulen schließen.

Brehm geht nur in einem Punkt der ministerialen Forderungen mit: „Dass in sieben Mittelschulen in diesem Jahr keine fünfte Klasse gebildet wird. Aber gegen die gleitenden Aufhebungen der Mittelschulen Grüna und Wittgensdorf wehren wir uns.“ Brehm ist überzeugt, dass die Chemnitzer Planung richtig ist: „Wir organisieren jetzt den absoluten Tiefpunkt der Geburtenzahlen, wissen aber, dass ab 2008 alle 19 von uns geplanten Mittelschulen gefüllt sind.“

Auch in puncto Grundschulen stellt sich die Verwaltung quer. „Die Ministeriumsvorschläge sind überhaupt nicht nachvollziehbar. Wir kommen in Mittelbach und Klaffenbach dieses Jahr auf 15 Schüler. Die Schulen zu schließen macht keinen Sinn.“ Brehm betont: „Bis 2010 sind alle unsere Grundschulen gesichert.“

Das Ministerium entscheidet endgültig bis zum 27. Mai. Und dann? Brehm: „Wenn es die Schulen trotzdem schließen will, können wir überlegen, zu klagen. Bislang hat der Freistaat alle derartigen Prozesse gewonnen.“ Ob in den nächsten Jahren Ruhe in der Schulpolitik einzieht, bezweifelt Brehm: „Wir wissen ja, wo das bearbeitet wird - im Finanzministerium. Und wenn die Finanzen die Zielvorgabe für alles sind, kann immer wieder etwas Neues kommen.“

Mehr über diese Thema nach der heutigen Besprechung im KER-Vorstand.

Die Aktionen in den Schulen nehmen kein Ende. Wann reagiert das Rathaus? Wann reagiert das RSA? Wann reagiert das SMK.

Die Aktionen in den Schulen nehmen kein Ende. Wann reagiert das Rathaus? Wann reagiert das RSA? Wann reagiert das SMK.
Herr Flath hofft nach eigenem Bekunden endlich auf Ruhe, spätestens in den Sommerferien, so denkt er kehrt diese auch ein. Es scheint als würde genau dies nicht passieren.

Hier, ohne weiteren Kommentar die Reaktionen in der Presse von heute:


3.000 Schüler, Eltern und Lehrer beteiligten sich am Staffelsternlauf in Chemnitz!

Die Aktion war ein toller Erfolg auch wenn wir die angestrebten 4.000 nicht ganz zusammenbekommen haben.
Danke an alle, die geholfen haben dass diese Aktion zu einem solchen Erfolg wurde.

Filmvorführung im Cinestar „Treibhäuser der Zukunft – Wie in Deutschland Schulen gelingen“

Kontaktadresse:

Thomas Fenner
Hölderlinstraße 15
09114 Chemnitz
Telefon: 330 0468

e-mail über: Patricia.Fleischer@t-online

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Eltern und Schüler,

wir laden Sie recht herzlich am 23. Juni 2005, 18:30 Uhr, in das Kino Cinestar, Hartmannstraße ein.
Es ist uns Dank der Unterstützung von Cinestar möglich, Ihnen den Film
„Treibhäuser der Zukunft – Wie in Deutschland Schulen gelingen“
von Reinhard Kahl, einem führenden Publizisten in Sachen Schule, öffentlich präsentieren zu können.

Dieser Film zeigt, wie Schulen den geänderten gesellschaftlichen Bedingungen gerecht und für unsere Kinder zu gern besuchten Lebensorten werden können. Er reiht sich ein in die bundesweit geführte Debatte zu PISA, Ganztagsschulen, Gemeinschaftsschulen etc., die momentan in unserem Bundesland inhaltlich zu wenig geführt wird.

Die jüngsten Festlegungen des Kultusministeriums im Freistaat Sachsen zu Mitwirkungsentzügen und Schulschließungen berücksichtigen nach unserer Auffassung in ungenügendem Maße die Ergebnisse der Bildungs- und Erziehungsarbeit. Entgegen aller Versprechungen, Inhalte zu beurteilen, bleibt festzustellen, dass es nur um nackte Zahlen geht. Beispielsweise hat sich das Kultusministerium Sachsen noch nicht zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ geäußert, zu der es einen Nationalen Aktionsplan für Deutschland gibt und für die unser Bundespräsident, Dr. Horst Köhler, die Schirmherrschaft übernommen hat.

Im Anschluss an die Filmvorführung besteht die Möglichkeit zu Fragen und Diskussionen, zu der der Filmemacher Reinhard Kahl angefragt ist.

Sitzblockade in der Schloßschule!

angesichts der Ignoranz und Verleugnung unserer Probleme, sehen wir uns gezwungen neue Wege des Protestes zu suchen.

Aus diesem Grund erfolgt am Montag dem 20.06.2005 von 7.15 – 7.45 Uhr ein erster Warnstreik verbunden mit einer Sitzblockade durch alle Mittelschüler und Eltern die unsere Schule blockieren wird. Wir möchten Sie dazu recht herzlich einladen. Schließen Sie sich an und unterstützen Sie uns in unserem Kampf für die Interessen unserer Kinder.

Was veranlasste uns zu diesem drastischen Mittel zu greifen? Im Zuge der Mitwirkungsentzüge soll unserer Schule die Mitwirkung für die Klassen 5 und 7 entzogen werden. Für uns sind diese Entscheidungen in keiner Weise nachzuvollziehen. Nach vielen schriftlichen Anfragen die im Übrigen bis heute unbeantwortet geblieben sind, luden wir am Mittwoch zu einem offenen Elternabend die Verantwortlichen der Stadtverwaltung, der Fraktionen des Stadtrates sowie des Regionalschulamtes Chemnitz ein. Bei dieser Veranstaltung wurden uns schier unglaubliche „Antworten“ auf unsere Fragen zu teil. So wurde mehrmals die Frage gestellt, warum man eine Klasse 7, welche eine komplette Realschulklasse wird, nicht bildet und auf einen Hauptschulzweig pocht, für den es aber keine Schüler gibt. Die „Antwort“ durch Herrn Gläser (RSA Chemnitz) blieb immer die gleiche, es wurde jedes Mal ein Referat über Sinn und Zweck der Mittelschule gehalten. Er war nicht Willens eine wirkliche Antwort zu geben.
Darüber hinaus erhielten wir zum ersten Mal das „Angebot“ die Klasse könne auch im Klassenverband an eine andere Schule umgesetzt werden. Die Frage nach dem Nutzen einer solchen Umsetzung der Klasse blieb (egal ob die Kinder an unserer Schule weiter unterrichtet werden oder an der Schule „XYZ“ – die Lehrer müssen so und so zur Verfügung gestellt werden) ebenfalls unbeantwortet.

Den Höhepunkt der Nichtkompetenz lieferte jedoch Herr Näther vom Schulverwaltungsamt Chemnitz. Auf die Frage der Nichtbildung der Klasse 5, antwortete er die Schloss-Mittelschule würde durch die Eltern nicht angenommen. Die über das RSA Chemnitz abfragbaren Anmeldezahlen besagen aber das Gegenteil. Diese Zahlen sagen aus, dass die Schloss-Mittelschule insgesamt 49 Erst- und Zweitwünsche (39 werden benötigt um eine neue Klasse bilden zu können) zu verweisen hat. Damit hat unsere Schule in einer Rangliste der Mittelschulen der Stadt Chemnitz, bei noch erfassten 21 Mittelschulen den 10. Rang in den Anmeldezahlen.

Claudia Irmscher Thomas Fenner

Der Sächsische Minister für Kultus Steffen Flath hat seine Teilnahme abgesagt, aus terminlichen Gründen

Top Wetter morgen!
Laut Wetterdiensten soll es morgen (17.06.2005) leicht bewölkt mit Temperaturen von max. 23 Grad geben. Wenn uns das Wetter so gut gesinnt ist kanns ja nur etwas werden! Alle die Angst vor zu hohen Temperaturen hatten werden diese Meldung wohl positiv aufnehmen.


ABSAGE

Der Sächsische Minister für Kultus Steffen Flath hat seine Teilnahme abgesagt, aus terminlichen Gründen

Der Sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt hat seine Teilnahme abgesagt, aus terminlichen Gründen

Staffelsternlauf gegen Schulschließungen
4000 Eltern und Schüler zu Protestaktion erwartet - Mehr als 24.000 Unterschriften für Bürgerbegehren

VON JAN LEISSNER
Mit einem Staffelsternlauf der Chemnitzer Schulen wollen Eltern und Schüler morgen gegen Schulschließungen und die Auflösung von Klassen durch das sächsische Kultusministerium protestieren. Etwa 4000 Teilnehmer von 55 Chemnitzer Schulen und zehn Schulen aus dem Umland haben sich dazu angemeldet. Die Organisatoren vom Kreiselternrat (KER) und Stadtschülerrat erwarten außerdem viele Chemnitzer an den Strecken, die sich der Aktion anschließen.
In der Zeit von 14 bis 16.30 Uhr wird der Staffelsternlauf zu Behinderungen des Straßenverkehrs rund um den Innenstadtring führen. Die Abschluss-Kundgebung gegen 16 Uhr am Rathaus stellt auch das Ende der Unterschriftensammlungen zu zwei Bürgerbegehren des Kreiselternrates dar. “Aus unserer Sicht ist dies erfolgreich verlaufen mit jeweils mehr als 12.000 Unterschriften”, so Thomas Zügel, Vorstandsmitglied des Kreiselternrates. Das Ziel von insgesamt 20.000 Unterschriften sei deutlich überschritten worden. Anlass für die Bürgerbegehren waren die Pläne für Schulschließungen in der Stadt. Der Kreiselternrat hatte deshalb zwei Bürgerbegehren für den Erhalt der Grund-und Mittelschulen in der Stadt gestartet. Die Kommune sollte damit gezwungen werden, “geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Schulschließungen zu verhindern”, erklärte Zügel. Dazu gehört zum Beispiel die Änderung von Schulbezirksgrenzen bei Grundschulen.
Gegen die geplante Schließung der Baumgarten-Mittelschule in Grüna in zwei Jahren will auch Sandro Petrausch demonstrieren. Der Schüler hat sich als Staffelläufer gemeldet. “Wenn die Schule geschlossen wird, muss meine Schwester viel weiter mit dem Bus zur nächsten Schule in Oberlungwitz fahren”, wies er auf die Folgen der Schließung hin. Das will der 15-Jährige nicht widerspruchslos akzeptieren. Auch nicht, dass damit die Bemühungen um den Titel Unesco-Projektschule in Grüna vergebens wären.
Im Vorfeld der Aktion warf der Kreiselternrat dem Regionalschulamt vor, den Lauf blockieren zu wollen. “Schulleiter und Lehrer scheinen unter Druck gesetzt worden zu sein, selbst Mitteilungen des Elternrates an Eltern und Schüler nicht weiterzugeben”, so Zügel. Das sei ein Verstoß gegen die Elternmitwirkungsverordnung. Das Regionalschulamt wies den Vorwurf zurück, eine Weisung bezüglich des Staffelsternlaufs erteilt zu haben.Unterstützung erhielt der Elternrat dagegen unter anderem vom sächsischen Lehrerverband.

“Lange Wege in brechend volle Klassenzimmer”

Kreiselternrat erwartet künftig an Mittelschulen bis zu 35 Schüler pro Klasse - 78 Viertklässlern bleibt Wechsel an Wunsch-Schule verwehrt

VON JAN LEISSNER / FREIE PRESSE
78 Mädchen und Jungen aus Chemnitz werden ab Sommer nicht auf jene Mittelschule gehen, die sie sich ausgesucht hatten. Weder der von ihren Eltern abgegebene Erst- noch der Zweitwunsch kann berücksichtigt werden, weil nach der Entscheidung des Kultusministeriums an zehn Chemnitzer Mittelschulen keine fünften Klassen gebildet werden dürfen. Für die Mehrheit der insgesamt 584 Viertklässler in Chemnitz steht dagegen seit Anfang dieser Woche fest, an welche Bildungseinrichtung sie nach der Grundschule wechseln. Die übrig gebliebenen Kinder können nun zwar aus einer Liste mit Alternativ-Vorschlägen des Regionalschulamtes eine Schule auswählen. Doch eine endgültige Entscheidung dazu ist nach Angaben des Amtes erst am 10. Juni zu erwarten. “Das ist ein Verschiebe-Bahnhof für Schüler”, kritisierte Thomas Zügel, Vorstandsmitglied des Chemnitzer Kreiselternrats, das Verfahren. Was die “neuen” Mittelschüler dann ab Sommer erwartet, skizziert Zügel so: “Lange Wege in brechend volle Klassenzimmer.” Nach seiner Berechnung werden voraussichtlich an sechs Mittelschulen je 56 Schüler aufgenommen. Damit ist die vom Schulgesetz geforderte Höchstzahl an Schülern pro fünfter Klasse erreicht. Dass heißt, bei einer geforderten Zweizügigkeit sitzen in einer Klasse 28 Mädchen und Jungen. “In den anderen Schulen ist es nicht viel besser. Die werden jeweils 53 oder 54 Schüler aufnehmen”, so der Elternrat. Bei seiner Berechnung ging Zügel von elf Mittelschulen in der Stadt aus, die jeweils zwei fünfte Klassen bilden dürfen. Außen vor blieben Einrichtungen mit Sonderstatus, also die Comenius-Sportmittelschule und das Chemnitzer Schulmodell. Aus Sicht des Regionalschulamts ist diese Rechnung reine Spekulation.
Doch Zügels Prognose geht noch weiter: “Wenn im kommenden Jahr dann vier Prozent Rückläufer aus den Gymnasien an die Mittelschule wechseln sitzen bis zu 30 Schüler in einer Klasse.” Diese vier Prozent seien aber Erfahrungswerte aus den Vorjahren. Da in diesem Jahr die Zugangsvoraussetzungen für das Gymnasium gelockert wurden, hatten sich zehn Prozent mehr Grundschüler für das Gymnasium entschieden.
Zügel erwartet deshalb im kommenden Jahr weitaus mehr Rückkehrer an die Mittelschule. “Und dann haben wir bis zu 35 Schüler pro Klasse”, so Zügel. Das dann die Klassen neu aufgeteilt werden, sei nicht zu erwarten. “Dafür ist doch kein Geld da, um die Lehrer entsprechend einzusetzen.” Und dass bei solchen Klassenstärken die Qualität des Unterrichts leidet, weiß Zügel aus Erfahrung. Seine Tochter werde zusammen mit mehr als 30 Mitschülern in einer Klasse unterrichtet. Juristisch gebe es dagegen keine Handhabe, denn ab der sechsten Klasse macht das Schulgesetz keine Vorgaben mehr zu einer Maximalzahl von Schülern pro Klasse, wie dies bei den Eingangsklassen der Fall ist. “Nur die gesetzlich festgeschriebenen Mindestwerte nutzt das Kultusministerium gnadenlos aus, um auch die Bildung von siebenten Klassen zu verhindern”, verweist der Elternrat auf einen Widerspruch.
Angesichts der zu erwartenden Schülerzahlen in den Klassen hätte das Kultusministerium zumindest an einer weiteren Mittelschule die Bildung von fünften Klassen zulassen sollen, meint der Elternrat. “Das wäre akzeptabel”, so Zügel. Doch darüber verhandelt der Freistaat nicht mehr. Deshalb bleibe dem Kreiselternrat nur der Ausweg, mit Bürgerbegehren gegen die Entscheidungen des Kultusministeriums vorzugehen. Sind genug Unterschriften dazu gesammelt, müssten auch Stadtrat und Verwaltung dem Dresdner Bescheid mit eigenen Entschlüssen widersprechen.


Schließ- und Mitwirkungsentzugsliste (lt Bürgermeister Brehm)

Schule Mitwirkungsentzug Schließung per 31.07.
Baumgartenmittelschule Grüna Klasse 5 Auflösung Klasse 7 07
Flemming Mittelschule Klasse 5
Kirchner-Mittelschule Klasse 5
Kopernikus-Mittelschule Klasse 5
Mittelschule Hartau Klasse 5 Auflösung Klasse 7 06
Mittelschule Siegmar Klasse 5
Neubauer-Mittelschule Klasse 5 Auflösung Klasse 7
Schlossschule-Mittelschule Klasse 5 Auflösung Klasse 7
Theodor Körner-Mittelschule Klasse 5
Valentina Tereschkowa Mittelschule Klasse 5
Annengrundschule Klasse 1
Grundschule Mittelbach Klasse 1


Bürgerbegehren 2005
Erhalt Grundschulen - Kurze Wege für kleine Beine!
Erhalt Mittelschulen - Wahlmöglichkeit & soziale Nähe!

Wir bitten alle Eltern und Bürger von Chemnitz dringlich, sich rege an dieser Aktion zu beteiligen! Es geht hier nicht um einzelne Schulen, sondern von der Kürzungspolitik sind wir alle betroffen!

Bitte beachten Sie weitere Hinweise hier in den nächsten Tagen.

Die Koordination der Aktion läuft über die Elternvertreter der Schulen. Eltern, die mithelfen wollen, melden sich bitte bei ihrem Klassenelternsprecher oder, falls das nicht möglich ist, bei ihrem Schulelternsprecher. Die Kontakte kann man in der Schule erfragen.
Jeder
wahlberechtigte Chemnitzer kann die Listen selbst ausdrucken, ausfüllen und an uns per Post senden. Die Listen erhallten Sie hier:
Liste für Grundschulen als .pdf Liste für Mittelschulen als .pdf

Bitte beachten: Es dürfen nur die Originalformulare verwendet werden, angehängte Listen sind rechtlich wertlos. Die Eltern und Bürger mögen bitte immer beide Formulare unterschreiben,  damit wirklich die notwendige Stimmenzahl für jedes Bürgerbegehren erreicht wird. Auf jedem Formular darf nur einmal unterschrieben werden, Doppelunterschriften sind nicht gültig. Nur in Chemnitz wohnhafte wahlberechtigte Personen können teilnehmen. Abgesehen vom Behördenvermerk müssen alle Felder ausgefüllt werden, sonst wird die Unterschrift wegen unklarer Identität abgewiesen.

Wir haben versucht, in den vergangenen Tagen die Elternratsvorsitzenden aller Schulen zu erreichen. Das hat bei einigen bis jetzt noch nicht geklappt. Wenn Sie Elternratsvorsitzende(r) sind und noch nicht kontaktiert wurden, melden Sie sich bitte dringend per email Vorstand oder telefonisch bei einem von uns. Teilen Sie uns bitte folgendes mit: Ihren Namen, Name der Schule, Telefonnummer und soweit möglich Emailadresse. Für diese Aktion wurde eine Mailingliste eingerichtet. Wer sich eintragen möchte, braucht lediglich eine email an majordomo@ker-c.de mit nur den Worten “subscribe bbg” im Text zu senden.

Wenn Sie mithelfen wollen und kein Kind in der Schule haben, können Sie in folgenden Sammelstellen unterschreiben:
Sammelstellen zum Unterschreiben der Bürgerbegehren

Wenn Sie uns aktiv unterstützen wollen, melden Sie sich bitte ebenfalls beim Vorstand.
Wir bitten um Verständnis, daß unsere telefonische Erreichbarkeit in den  nächsten Tagen  eingeschränkt sein könnte.

Die Listen gibts außerdem ausgedruckt im Büro von Herrn Zügel von 8 bis 18 Uhr (außer 5.05. und 6.05. und Wochenende) Adresse:
Kanzlerstr. 65, 09112 Chemnitz, Tel: 6660434,
bei sachstec klingeln.