Archiv für Kategorie: Schulhausbau

PRESSEERKLÄRNG zu PETITION betreffs Elternmitwirkung

Sonntag, April 6th, 2008

Pressemitteilung:

Der Kreiselternrat Chemnitz hat sich nach dem Beschluss seines Strategieprogrammes mit dessen Umsetzung auseinander gesetzt.

Wir sehen bei der Analyse des Ist-Zustandes zwar den positiven Stand unseres Freistaates gegenüber anderen Bundesländern, sehen aber hier genauso noch viele Möglichkeiten und Notwendigkeiten zur Veränderung.

Diese Petition - wenn auch sicher in sehr engem Zusammenhang mit den Abläufen bei den Beschlussfassungen zur Albert-Schweitzer-Mittelschule zu sehen - ist der eigentliche Beginn einer Reihe von parteiunabhängigen bildungspolitischen und elternmitwirkungstechnischen Vorstößen in Richtung unserer Landesgesetzgebung.

Der Kreiselternrat Chemnitz hat sich mit dem heutigen Tag mit einer Petition an den Sächsischen Landtag gewandt, in der er um Klärungen zu Verfahrensabläufen, Zuständigkeiten und Mitwirkungsrechten aus Sicht des Gesetzgebers bittet, gleichzeitig aber auch nachhaltig auf einen Umbau und eine Erweiterung der Elternmitwirkungsverordnung abzielt.

Punkte I (Kreiselternräte) und II (Schulelternräte):
Grundsätzlich waren für die Punkte I und II insbesondere negative Erfahrungen im derzeitigen Tätigkeitsbereich des Kreiselternrates (insbesondere bei Anhörungsverfahren und der Informationsweitergabe z.B. bei: Albert-Schweitzer-MS und Karl-Liebknecht-GS usw.)  sowie von Schulelternräten (Beteiligung bei Anhörungsverfahren/Einflußnahme auf Personalfragen der Elternvertretungen durch Dritte) der Auslöser.
Gleichzeitig erhofft sich der Kreiselternrat endlich eine Klarstellung zu den Mitwirkungsverfahren sowie zu den Kontroll- und Beschwerdemöglichkeiten.

Punkt III (Elternräte der KiTas und Horte):
Mit dem Punkt III möchte der Kreiselternrat Chemnitz ein Zeichen dafür setzen, daß sich die Eltern der KiTas und Horte in ähnlichen gesetzlich legitimierten Strukturen ihre Mitwirkungsrechte wahrnehmen können, wie dies im Schulbereich für Elternräte auf Einrichtungs-, Kreis- und Landesebene möglich ist. Er kommt damit der ihm von den Eltern erteilten Aufgabenstellung nach, diese Strukturen dem neuen Bildung- und Erziehungsauftrag anzupassen und zu stärken.

Punkt IV (Allgemeines)
Punkt IV (1) soll klarstellen, daß Elterninformation eine Bringepflicht ist.

Der Punkt IV (2) wurde ebenfalls durch aktuelle Ereignisse verursacht und soll dazu führen, daß zukünftig die Aufsichtsbehörden selbstständig aktiv werden, wenn in ihrem Aufsichtsbereich gewählte Vertreter der gesetzlichen Elternvertretungen (bzw. die Elternvertretungen als Gremium selbst) öffentlich durch Aussagen oder Handlungen von Dritten diskreditiert werden. Hier sind unzutreffende oder sinnentstellende Aussagen zu Sachfragen genauso gemeint wie persönliche Angriffe.

Aus den Erfahrungen der letzten 11 Jahre Elternarbeit bedarf es aus Sicht des Kreiselternrates Chemnitzes leider mitunter für Menschen im Ehrenamt einer gewissen Schutzfunktion des Staates, um auch in Interessenskonflikten mit anderen Partnern im Schulwesen die Interessen der Eltern so vertreten zu können, wie das Gesetz es vorsieht und die Eltern es wollen.

Der Punkt IV (3) zielt auf den sächlichen Ausstattungsgrad Schulen (insbesondere bei Mittelschulen) und die zunehmende Kostenabwälzung auf die Eltern trotz eigentlich gesetzlich fixierter Lehrmittelkostenfreiheit. Er beschäftigt sich hierbei mit Mindestrichtwertvorgaben für die sächliche Ausstattung (nur dann ist dies ja übeprüfbar!) und mit Möglichkeiten der Mitwirkung der Eltern.
Hintergrund hier ist neben den ständig zunehmenden Kostenbeteiligungen insbesondere auch die eigentliche Situation an den Mittelschulen und die Schaffung von konkurrenzfähigen Bedingungen in Chemnitz im Vergleich zum Umland!

Die Petition ist als Anlage beigeheftet, aber auch unter ker-c.de abrufbar.

Der Vorstand des Kreiselternrat Chemnitz

Petition zur Elternmitwirkung als PDF

Sitzung der AG Mittelschulen am 24.04.2007

Donnerstag, April 12th, 2007

Liebe Mitglieder der AG Mittelschulen
liebe Vorstandsmitglieder,

hiermit möchte ich Sie im Auftrag des Vorstandes recht herzlich zu unserer nächsten Zusammenkunft der Arbeitsgruppe Mittelschulen des Kreiselternrates Chemnitz einladen.

Wir würden uns freuen, Sie

am 24.04.2007
um 18.oo Uhr

in der Mittelschule Altendorf, Ernst-Heilmann-Straße, 09116 Chemnitz Altendorf
begrüßen zu dürfen.

Hauptthema ist die Definition notwendiger Reaktionen auf das im Wesentlichen von der langjährigen Schulpolitik des Schulbürgerbermeisters verursachte, katastrophale Einschulungsverhalten bezüglich Mittelschulen in Chemnitz und das hieraus resultierende nur noch schwer abwendbare Sterben weiterer Mittelschulen in Chemnitz.

Ihre Teilnahme ist diesmal besonders wichtig, zumal wir voraussichtlich einen sehr hochrangigen Gast der Stadt begrüßen dürfen, welcher sich ein eigenes Bild machen möchte.

Mit freundlichem Gruß

i.A. des Vorstandes
Andreas Müller
- Vorsitzender des Kreiselternrat Chemnitz -

Einladung als PDF.

Umzug der Albert-Schweitzer-Mittelschule?

Mittwoch, April 11th, 2007

Es ist traurig, wenn von zwei Mittelschulstandorten nur einer überleben kann. In Chemnitz reicht das aber nicht immer, manchmal müssen unbedingt beide Schulen unter die Räder kommen.
Als die Kopernikus-MS zur Aufhebung anstand, war leider nicht viel zu verhindern. Was aber anschließend angedacht war, stellte sich leider - sicherlich aus unglücklicher Verkettung von Umständen - erst heraus, als zum Überdenken und zu einer Diskussion keine Möglichkeit mehr bestand.
Was ist geplant? Nachdem die Kopernikus-MS aufgehört hat zu existieren, soll nun die Albert-Schweitzer-MS dorthin umziehen. Nebeneffekte u.a.: Das beliebte Ganztagsprofil kann nicht mehr wie bisher aufrechterhalten werden und man ist auch weit weg von Natur, finanziellen(!) Förderern, die auch noch Schulsanierung auf eigene Kosten machen wollten etc..
Bitte lesen Sie den offenen Brief des Elternrates der Schule und den Kommentar von Andreas Müller, dem Vorsitzenden des KER-C.

Stellungnahme zur geplanten Aufhebung der Karl-Liebknecht-GS

Montag, April 2nd, 2007

Wenn wir uns gefragt haben, warum ein hochkompetenter Vertreter des KER-C im Schulausschuß anscheinend wenig erwünscht ist, so hatten wir bereits mit dem Desaster der Anmeldezahlen der Mittelschulen in diesem Jahr einige Klarheiten.
Wieviel mehr gingen uns aber die Augen auf, wie oft haben wir mit dem Kopf geschüttelt, als wir uns mit den zwei vorliegenden Beschlußvorlagen zur geplanten Aufhebung der Karl-Liebknecht-GS beschäftigen mußten!
Wir danken den Mitgliedern des KER-C für die postiven Rückmeldungen zu dem vorgelegten Entwurf.
Endgültige Stellungnahme als PDF

OFFENER BRIEF ZU DEN MITTELSCHULEN IN CHEMNITZ

Dienstag, März 20th, 2007

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
sehr geehrte Damen und Herren Stadträte,
sehr geehrte Damen und Herren der Sächsischen Bildungsagentur,
sehr geehrte Damen und Herren von Schulverwaltungs- und Jugendamt,
liebe Vertreter des Kreiselternrates und des Stadtschülerrates Chemnitz,

am Samstag, den 17.03.2007 wurden in der Presse die bisherigen Anmeldungen im Mittelschulbereich veröffentlicht. Zu unserer großen Enttäuschung sehen wir uns bestätigt in der Auffassung, daß die letzten Schulschließungen im Mittelschulbereich in keinster Weise der Stabilisisierung des Chemnitzer Schulnetzes dienten, sondern das Problem nur immer weiter in das Stadtinnere holten und weiter verschärften.

Im Zuge der letzten Schulschließungen wurden im Wesentlichen die Randschulen der Stadt Chemnitz zur Schließung ausgewiesen, so die Mittelschulen in Grüna, Wittgensdorf und Harthau. Der Kreiselternrat Chemnitz hat immer davor gewarnt, diese Schulen zu opfern, nicht zuletzt mit dem Bürgerbegehren 2005 dies zu verhindern versucht bzw. mit der ablehnenden Aussage in der vor wenigen Tagen eingereichten Stellungnahme zur Schließung der Mittelschule Wittgensdorf.

Mittlerweile ist der komplette Norden und Süden von Chemnitz “Mittelschulfrei”!

Während sachsenweit die “.. allermeisten Mittelschulen und Gymnasien entspannt das neue Schuljahr planen ..” (Zitat Sächsische Zeitung) tituliert die Freie Presse in Chemnitz: “.. Hälfte der Chemnitzer Mittelschulen mit zu wenigen Anmeldungen ..”. So sind in der Freien Presse allein 5 vom 10 (+2) Mittelschulen der Stadt Chemnitz aufgeführt, die derzeit gerade so knapp eine bzw. gar keine Klasse bilden.

Es ist nicht zu leugnen, daß sich die Schülerzahlen derzeit im Oberstufenbereich halbiert haben. Wir möchten jetzt auch nicht eine Diskussion führen, ob sich die Schülerzahlen zukünftig wieder drastisch oder weniger drastisch erhöhen, sondern uns darauf beschränken, daß sie soweit anwachsen, daß bisherige Prognosen zu Kindertagesstätten längst revidiert und Neueröffnungen vorgenommen werden mußten, ohne daß Wartezeiten in einigen Stadtteilen ausgeschlossen werden konnten.

Beschränken wir uns auf den derzeitigen Stand einer Halbierung der Schülerzahlen gegenüber 1988/9 (dem Ende der DDR), muß dem gegenüber gesetzt werden, daß sich die Anzahl der noch einschulberechtigten öffentlichen Mittelschulen in Chemnitz bereits auf weniger als ein Drittel gegenüber dem Stand 1998 reduziert hat und bei weiteren potentiellen Schließungen auf unter ein Viertel absinken kann! Dies wäre die weitgehende Verabschiedung der Stadt Chemnitz aus diesem Schulbereich! Ein völlig undenkbares Szenario!

In den letzten 10 Jahren geschlossene oder zur Aufhebung ausgewiesene öffentliche Mittelschulen:
01 Alexander-v.-Humboldt-Mittelschule
02 Baumgartenschule Grüna
03 Blaise-Pascal-Mittelschule
04 Dr.-Theodor-Neubauer-Mittelschule
05 Emanuel-Gottlieb-Flemming-Mittelschule
06 Gottfried-Keller-Mittelschule
07 Johann-Gottfried-Herder-Mittelschule
08 Karl-Liebknecht-Mittelschule
09 Kirchner-Mittelschule Wittgensdorf (incl. ihrer Außenstelle MS “Röhrsdorf”)
10 Käthe-Kollwitz-Mittelschule
11 Max-Plank-Mittelschule
12 Mittelschule Borna
13 Mittelschule Harthau (incl. ihrer Außenstelle MS “Einsiedel”)
14 Mittelschule Markersdorf
15 Mittelschule Rabenstein
16 Nikolaus-Kopernikus-Mittelschule
17 Pablo-Neruda-Mittelschule
18 Schlossschule Mittelschule
19 Theodor-Körner-Mittelschule
20 Valentina-Tereschkowa-Mittelschule
21 York-Mittelschule

Bereits davor geschlossene öffentliche Mittelschulen:
22 Mittelschule Siegmar (später zeitweise Außenstelle der Mittelschule Schönau)
23 R.-Koch-Mittelschule
24 Otto-Lilienthal-Mittelschule
25 Mittelschule “Einsiedel” (später zeitweise Außenstelle der Mittelschule Harthau)

Noch zur Einschulung freigegebene öffentliche Mittelschulen:
01 Albert-Schweitzer-Mittelschule
02 Annen-Mittelschule
03 Friedrich-Adolf-Wilhelm-Diesterweg-Mittelschule
04 Georg-Weert-Mittelschule
05 Josephinenschule -MS -
06 Mittelschule Altendorf
07 Mittelschule “Am Flughafen”
08 Mittelschule Reichenbrand
09 Mittelschule Schönau
10 Untere Louisenschule -MS-

Noch zur Einschulung freigegebene öffentliche Mittelschulen mit Sonderkonzepten:
11 Jan-Amos-Comenius-Mittelschule (Sonderschule: Sportschule)
12 Chemnitzer Schulmodell Abrecht-Dürer-Schule (Sonderpädagogisches Konzept)

Von ehemals mindestens 35(+2) Mittelschulen dürfen somit derzeit noch 10(+2) Mittelschulen einschulen.

Recht zu erhalten ist nicht immer schön, kann sogar mitunter sehr weh tun.

Das derzeitige mehrfache Nichterreichen der notwendigen Schülerzahlen trotz Reduzierung der Mittelschulen auf unter ein Drittel in Chemnitz, während in anderen Landesteilen Sachsens die “… allermeisten Mittelschulen und Gymnasien entspannt das neue Schuljahr planen …” (Zitat Sächsische Zeitung), läßt leider keinen anderen Schluß mehr zu, als daß die vom längjährigen Schulbürgermeister verfolgte Politik im Mittelschulbereich tatsächlich als grundlegend gescheitert angesehen werden muß und die Stadt Chemnitz deswegen heute vor kaum lösbaren Problemen steht.

Die Schließung der Randschulen hat dazu geführt, daß große Teile potentieller Mittelschüler der Stadtteile Röhrsdorf, Wittgensdorf, Glösa-Draisdorf, Heinersdorf, Ebersdorf, Euba, Kleinolbersdorf-Altenhain, Einsiedel, Erfenschlag, Harthau, Klaffenbach, Hutholz, Mittelbach und Grüna sowie geringere Teile der Stadtteile Reichenhain und Adelsberg sich nicht mehr im “Oberzentrum” Chemnitz beschulen lassen, sondern statt dessen in Umlandgemeinden ausweichen.

Unterstützt wird dieser Prozess durch deutlich höhere Mittelbereitstellungen der Umlandgemeinden für ihre Schulen sowie durch eine teilweise deutliche kostengünstigere Schülerbeförderung dort. So sind die schülerbezogenen Mittelbereitstellungen in den Umlandgemeinden zum Teil doppelt so hoch, wie in Chemnitz.

Die jahrelange zu geringe Mittelbereitstellungen in Chemnitz tut allen Schularten weh. Die Mittelschulen als sozialer Brennpunkt trifft es besonders hart. Der Hilfeschrei der Mittelschulen im vergangenen Jahr verstummte leider viel zu schnell wieder und führte zu keiner Verbesserung in Chemnitz.

Die Flucht ins Umland und - seit der Öffnung der Bildungsempfehlung für Gymnasien auch dorthin - ist derart konsequent und massiv, daß bereits zeitnah das Funktionieren eines die Kinder erfolgreich auf das spätere Leben vorbereitenden Mittelschulbetriebes trotz größter Anstrengungen der Lehrerschaft und Schulleitungen immer problematischer wird.

Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, daß es sich diesmal nicht um ein Problem der Landesschulpolitik handelt, sondern hausgemacht ist.

Die Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz, Frau Barbara Ludwig, hat sofort nach ihrem Amtsantritt unter ihrer Leitung einen Arbeitskreis zur Fachkräfteproblematik eingerichtet, der hervorragend arbeitet und bereits jetzt erste Verbesserungen veranlasst hat. In ihm sind neben der CWE, der IHK, der Kreishandwerkerschaft, der Agentur für Arbeit, der Sächsischen Bildungsagentur, dem DGB, dem Arbeitskreis “Schule-Wirtschaft” und der BWC unter anderem auch Frau Hetzel und Herr Müller vom Kreiselternrat sowie Herr Hufenbach vom Stadtschülerrat vertreten.

Der Kreiselternrat Chemnitz bittet Frau Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig ausdrücklich darum, unter ihrer Leitung einen analogen Arbeitskreis “Mittelschulen” einzurichten, welcher eine grundlegende Änderung der Stadtpolitik im Mittelschulbereich und - was noch viel wichtiger ist - eine deutliche Verbesserung bei den Mittelschulen insgesamt - bewirken soll. Es ist hierbei höchste Eile geboten.

Ohne die Entscheidungsmöglichkeiten der Oberbürgermeisterin bei der Belegung einer solchen Arbeitsgruppe einschränken zu wollen, möchten wir empfehlen, neben Herrn Näther (Schulverwaltungsamt) und Herrn Pethke (Jugendamt) sowie eines Vertreters der Sächsischen Bildungsagentur vor allem Schulleiter, Vertreter der Jugendeinrichtungen (Ganztagsschulen) sowie des Kreiselternrates Chemnitz und Stadtschülerrats Chemnitzes anzusprechen.

Wir möchten gleichzeitig die Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig ausdrücklich darum ersuchen, Ihre gesamte Kompetenz und Kraft als Oberbürgermeisterin dafür einzusetzen, daß im Rahmen der Lenkungsgespräche an allen 10 (+2) Mittelschulen Klassen eröffnet und der Mitwirkungsentzug durch das SMK für diese Jahrgangsstufe in jedem Fall verhindert wird.

Wir bieten schon heute sowohl für den Arbeitskreis “Mittelschulen” als auch für die Lenkungsgespräche unsere Mitarbeit an.

Mit freundlichem Gruß

gez. Andreas Müller
- Vorsitzender des Kreiselternrat Chemnitz -

gez. Ines Hetzel
- 1. Stellv. Vorsitzende des Kreiselternrat Chemnitz -

gez. Jonas Lange
- Stellv. Vorsitzender des Kreiselternrat Chemnitz -

gez. Sonja Grundmann
- Stellv. Vorsitzende des Kreiselternrat Chemnitz -

gez. Bernd Günther
- Stellv. Vorsitzender des Kreiselternrat Chemnitz -

gez. Annett Beitzel
- kooptiertes Vorstandsmitglied und Vorsitzende Arbeitsgruppe Förderschulen des Kreiselternrat Chemnitz -

Schulhausbau - Zwar bereits schon viel getan, doch noch längst keine Zeit zum Verschnaufen

Donnerstag, Januar 4th, 2007

Die Stadt Chemnitz hat in den vergangen Jahren mit Unterstützung durch den Freistaat viel Geld in die Sanierung und Instandhaltung der Chemnitzer Schulen gesteckt. An einer Reihe von Schulen wurden große Verbesserungen erreicht, bei anderen - wie den Grund-, Mittel- und insbesondere den Förderschulen - besteht weiterhin starker Handlungsbedarf.
Bitte lesen Sie mehr in unserem Informationstext zu diesem Thema.

Wichtige Info zum Bürgerbegehren - Stadt Chemnitz verwehrt 24.000 Chemnitzern die Stimme und verschanzt sich hinter auslegbaren Formalitäten!

Donnerstag, Juni 23rd, 2005

Initiatoren prüfen rechtliches Vorgehen bei Versagen der Zulässigkeit durch den Stadtrat!

PresseInformation
375

Chemnitz, 23. Juni 2005
· Bürgerbegehren für den Erhalt von Grund- und Mittelschulen
· Inhalt der Anträge überschreitet die Gestaltungsmöglichkeiten der Stadt Chemnitz
· Stadtrat entscheidet im Juli über Zulässigkeit
Nach eingehender rechtlicher Prüfung der beiden Bürgerbegehren zum Erhalt von Grund- und Mittelschulen kommt die Verwaltung zu dem Ergebnis, dass diese aus formalen und inhaltlichen Gründen nicht zulässig sind.
In den Anträgen wird gefordert, dass die Stadt Chemnitz “dauerhaft” alle Schulen in ihrer Trägerschaft “fortführt” und diese einer “… potentiellen Schließungsgefahr entzieht…”.
Eine dauerhafte Erhaltung aller Chemnitzer Grund- und Mittelschulen ist im Ergebnis rechtlich nicht möglich, weil dies einerseits vom zukünftigen Bestehen oder Nichtbestehen eines öffentlichen Bedürfnisses abhängig ist, anderseits die Feststellung dieses öffentlichen Bedürfnisses in der Kompetenz des Freistaates Sachsen steht und wesentlich von der demografischen Entwicklung abhängt.
Gegen den bereits erfolgten Mitwirkungsentzug des Freistaates Sachsen an der Unterhaltung der betroffenen Schulen steht der Stadt Chemnitz lediglich noch der Verwaltungsrechtsweg offen. Die Entscheidung darüber ist aber nicht einem Bürgerbegehren zugänglich.
Im Verlauf der Prüfung kommt die Stadtverwaltung Chemnitz weiterhin zu dem Ergebnis, dass es im Bürgerbegehren auch formelle Mängel gibt.
So sind Prognosen darüber erforderlich, welche Kosten mit der angestrebten Maßnahme verbunden sind und wie diese im Rahmen des Haushaltsrechts gedeckt werden können. Die vorliegenden Bürgerbegehren enthalten keine Kostenschätzung und nur einen sehr pauschalen Kostendeckungsvorschlag.
Weiterhin sind die Fragen beider Bürgerbegehren sehr komplex und verschachtelt gestellt. Für den Bürger ist nicht ohne weiteres zu erkennen, welchen Inhalt das Bürgerbegehren hat und welche Konsequenzen seine Befürwortung oder Ablehnung nach sich zieht. Eindeutigkeit und Klarheit einer zur Entscheidung gestellten Frage eines Bürgerbegehrens sind aber grundlegende Voraussetzungen, damit der Bürger überhaupt in die Lage versetzt wird, in freier Selbstbestimmung Gemeindeangelegenheiten zu entscheiden.
Die Entscheidung über die Zulässigkeit eines Bürgerbegehrens ist dem Stadtrat vorbehalten. Eine entsprechende Beschlussvorlage ist für die Stadtratssitzung am 13. Juli 2005 vorgesehen.

Andreas Bochmann
Pressesprecher

Zur Beantwortung von Fragen steht Herr Motzkus (488-1931) bis heute 14 Uhr zur Verfügung.

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Hat die Stadt versagt?
Der Stadtrat hat nur in wenigen Punkten der Mitwirkungsentzugs und Schließungsorgie den Kampf angesagt.
Tenor: lediglich im Bereich der 7. Klassen wird gehandelt, aber nur halbherzig.

Stadt mit Bürgernähe stellen sich die Bürger anders vor.

Ankündigung und Realität, ein beschämendes Zeugnis für die Stadträte in Chemnitz.
Ein kleiner Auszug zum wundern:

Die Stadtverwaltung wehrt sich
Weitere Schulschließungen

Chemnitzer Morgenpost, Freitag, 6. Mai 2005:

“Das ist langsam absurd“, meint Bürgermeister Berthold Brehm (CDU). „Wir lehnen die Aufhebungen der Schulen ab.“ Heute schickt er per Fax die Stellungnahme der Stadt ans Kultusministerium. Das möchte in Chemnitz - über den in der Stadt beschlossenen Schulnetzplan hinaus - zwei Grundschulen und zwei Mittelschulen schließen.

Brehm geht nur in einem Punkt der ministerialen Forderungen mit: „Dass in sieben Mittelschulen in diesem Jahr keine fünfte Klasse gebildet wird. Aber gegen die gleitenden Aufhebungen der Mittelschulen Grüna und Wittgensdorf wehren wir uns.“ Brehm ist überzeugt, dass die Chemnitzer Planung richtig ist: „Wir organisieren jetzt den absoluten Tiefpunkt der Geburtenzahlen, wissen aber, dass ab 2008 alle 19 von uns geplanten Mittelschulen gefüllt sind.“

Auch in puncto Grundschulen stellt sich die Verwaltung quer. „Die Ministeriumsvorschläge sind überhaupt nicht nachvollziehbar. Wir kommen in Mittelbach und Klaffenbach dieses Jahr auf 15 Schüler. Die Schulen zu schließen macht keinen Sinn.“ Brehm betont: „Bis 2010 sind alle unsere Grundschulen gesichert.“

Das Ministerium entscheidet endgültig bis zum 27. Mai. Und dann? Brehm: „Wenn es die Schulen trotzdem schließen will, können wir überlegen, zu klagen. Bislang hat der Freistaat alle derartigen Prozesse gewonnen.“ Ob in den nächsten Jahren Ruhe in der Schulpolitik einzieht, bezweifelt Brehm: „Wir wissen ja, wo das bearbeitet wird - im Finanzministerium. Und wenn die Finanzen die Zielvorgabe für alles sind, kann immer wieder etwas Neues kommen.“

Mehr über diese Thema nach der heutigen Besprechung im KER-Vorstand.

Email des KER-Dresden

Mittwoch, April 27th, 2005

Email des KER-Dresden vom 26.04.2005:

Liebe Eltern,

wir haben uns Gedanken über mögliche Aktionen gemacht, die bis zum 6. Mai
laufen könnten.
Verschiedene Elternräte haben Schreiben an den Staatsminister und den
Ministerpräsidenten geschickt.

Wie wäre es, wenn beispielsweise der Minister pro zu schließender Schule 150

Briefe auf den Tisch bekommt? Man hat den Eindruck, wie so oft, dass die
Entscheidungen nicht auf Sachkenntnis beruhen sondern nur auf Zahlen.
Konzepte, Umgebung etc. spielten keine Rolle.
Darauf muss man Politiker manchmal aufmerksam machen.Und die Folgen deutlich

machen, die mit der jeweiligen Maßnahme verbunden sind.
Schreiben Sie an den Minister und - lassen Sie die Kinder zu Wort kommen.
Zum Beispiel die künftige Klasse 5 am Vitzthum-Gymnasium in Dresden.
Die sollen nun an andere Gymnasien, die ohnehin schon voll sind, verschoben
werden. Oder Schüler der mitwirkungsentzogenen oder zu schließenden
Mittelschulen. Oder Musterschulen wie das Freitaler Kreisgymnasium oder die
141. Mittelschule.

Nerven wir den Minister mit viel Post, mit vielen Anfragen, und wenn die
Briefe als offen deklariert werden, kann man sie auch an die Fraktionen
senden (insbesondere denen, die dem Haushalt zugestimmt haben) und an die
Medien, was doch eine gewisse Wirkung hoffen lässt.

Wenn Sie Ideen haben oder Aktionen an Ihren Schulen laufen, bitte mailen Sie

oder rufen Sie an, wir möchten die Ideen gerne weitergeben.

Viele Grüße

Gerit Thomas
Kreiselternrat Dresden

fon: 0351 413 898 18
fax: 0351 413 898 15
home: www.ker-dresden.de

Braunsdorfer Straße 29
01159 Dresden