Archiv für Kategorie: KER-C

Schulleiter des Kepler-Gymnasiums völlig zu Unrecht in der Kritik

Donnerstag, März 22nd, 2007

In Literatur und Film dreht es sich oft einen Feldzug des Bösen gegen die (fast) wehrlosen Guten dieser Welt, wobei die dann meistens gewinnen. So etwas scheint sich derzeit auch in Chemnitz abzuspielen, wobei es aber fraglich ist, ob sich das Blatt immer wieder zum Guten zu wendet. Dieses Mal trifft es nach Andreas Müller den allseits geschätzten Schulleiter des Kepler-Gymnasiums Herrn Lamm.
Was hat er verbrochen? Es wäre zum Lachen, gäbe es nicht die verheerenden Folgen für das Image seines Gymnasiums und seiner Person: Er hat nämlich nach Informationen direkt aus der Schule einer Lehrerin erlaubt, selbst zu entscheiden, ob sie alle Schüler zwangsweise Harry Potter lesen läßt oder einigen auf  Bitte der Eltern ein anderes, gleichwertiges Buch aufgibt.  Kein Ding - oder?
Da hatte er sich aber schwer getäuscht: Wütende Proteste. Aufruhr. Eltern fordern Harry-Potter-Zwang! Und zuletzt laufen sie zur Presse, die daraufhin folgende Geschichte veröffentlicht, die mittlerweile über Spiegel Online und FAZ deutschlandweit verbreitet wird: Schulleiter zensiert! Schulleiter verbietet den armen, unschuldigen Harry Potter an der ganzen Schule!
Was kann er da machen? Fast nichts: seine Erklärungen auf der Homepage der Schule werden kaum jemanden erreichen.
Bitte lesen wenigstens Sie,  was er selbst dazu zu sagen hat:

Informationsveranstaltung

Mittwoch, März 21st, 2007

Es gibt eben manchmal Leute, die nicht wissen, wann ein Spiel aus ist. So erreichte uns gestern statt der von mir dringend vom ehemaligen Vorsitzenden angefragten Zahlen zu den Einschulungen der letzten 2-3 Jahre (es gab nämlich immer noch keine Übergabe an den Nachfolger) von dritter Seite folgende Zuschrift:

Hallo,

nach den letzten Wochen, ist das Ansehen des KER nicht gerade gestigen.
Wir glauben deshalb, das es notwendig ist, das wir über einige Dinge reden sollten.
Im Interesse aller Eltern, welche dem KER vertrauen.
Wir streben deshalb ein Treffen mit dem Vorstand des KER an.
Schlagt uns einen Termin vor (eventuell einen Ersatztermin).
Wir würden uns über eine positive Entscheidung freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Rainer und Norbert

Wir können natürlich jetzt erst einmal die Fragen des Erhaltes von Mittelschulen, der Schließung von 3-zügigen Grundschulen, der zu geringen Mittelbereitstellung an den Chemnitzer Schulen, die Frage zu niedriger Temperaturen in Klassenräumen (”Frost in Klassenräumen”), die Frage des Schülerverkehrs und viele andere, von uns zur Zeit dringendst  (weil seit Jahren liegen geblieben) zu bearbeitenden  Themen zur Seite legen.  Wir können uns hinsetzen  nach endlich wieder an den Tag gelegter Aktivität über “Außenwirkung” und das “veränderte Ansehen des Gremiums” debattieren und uns über den Blödsinn amüsieren, der in den letzten Tagen veranstaltet wurde. Wir können uns aber natürlich auch auf die Arbeit konzentrieren, die die Eltern von uns erwarten.

Der Vorstand geht auf den  Vorschlag ein  und bietet ein solches Gespräch an. Wenn genügend Interesse besteht, handeln wir das auch nicht nur in einem Gespräch mit dem Vorstand, sondern gleich in der Vollversammlung ab. Deswegen fragen wir:

Wie sehen das die anderen Mitglieder des KER-C?


Update: Wir freuen uns über die unwahrscheinlich unterstützenden Zuschriften! Informationsbedarf hat allerdings sonst niemand angmeldet. Am nächsten Tag erreichten uns auch die Daten. Norbert Okoniewski legt Wert darauf, daß er diese schon einmal per Fax bereitgestellt hat. Es läßt sich nicht mehr klären, was passiert ist. Und man legt ebenfalls ausdrücklich Wert darauf, daß es sich um eine reine Informationsveranstaltung handelt und nicht um ein Weiterköcheln dieser Bildergeschichte.

OFFENER BRIEF ZU DEN MITTELSCHULEN IN CHEMNITZ

Dienstag, März 20th, 2007

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
sehr geehrte Damen und Herren Stadträte,
sehr geehrte Damen und Herren der Sächsischen Bildungsagentur,
sehr geehrte Damen und Herren von Schulverwaltungs- und Jugendamt,
liebe Vertreter des Kreiselternrates und des Stadtschülerrates Chemnitz,

am Samstag, den 17.03.2007 wurden in der Presse die bisherigen Anmeldungen im Mittelschulbereich veröffentlicht. Zu unserer großen Enttäuschung sehen wir uns bestätigt in der Auffassung, daß die letzten Schulschließungen im Mittelschulbereich in keinster Weise der Stabilisisierung des Chemnitzer Schulnetzes dienten, sondern das Problem nur immer weiter in das Stadtinnere holten und weiter verschärften.

Im Zuge der letzten Schulschließungen wurden im Wesentlichen die Randschulen der Stadt Chemnitz zur Schließung ausgewiesen, so die Mittelschulen in Grüna, Wittgensdorf und Harthau. Der Kreiselternrat Chemnitz hat immer davor gewarnt, diese Schulen zu opfern, nicht zuletzt mit dem Bürgerbegehren 2005 dies zu verhindern versucht bzw. mit der ablehnenden Aussage in der vor wenigen Tagen eingereichten Stellungnahme zur Schließung der Mittelschule Wittgensdorf.

Mittlerweile ist der komplette Norden und Süden von Chemnitz “Mittelschulfrei”!

Während sachsenweit die “.. allermeisten Mittelschulen und Gymnasien entspannt das neue Schuljahr planen ..” (Zitat Sächsische Zeitung) tituliert die Freie Presse in Chemnitz: “.. Hälfte der Chemnitzer Mittelschulen mit zu wenigen Anmeldungen ..”. So sind in der Freien Presse allein 5 vom 10 (+2) Mittelschulen der Stadt Chemnitz aufgeführt, die derzeit gerade so knapp eine bzw. gar keine Klasse bilden.

Es ist nicht zu leugnen, daß sich die Schülerzahlen derzeit im Oberstufenbereich halbiert haben. Wir möchten jetzt auch nicht eine Diskussion führen, ob sich die Schülerzahlen zukünftig wieder drastisch oder weniger drastisch erhöhen, sondern uns darauf beschränken, daß sie soweit anwachsen, daß bisherige Prognosen zu Kindertagesstätten längst revidiert und Neueröffnungen vorgenommen werden mußten, ohne daß Wartezeiten in einigen Stadtteilen ausgeschlossen werden konnten.

Beschränken wir uns auf den derzeitigen Stand einer Halbierung der Schülerzahlen gegenüber 1988/9 (dem Ende der DDR), muß dem gegenüber gesetzt werden, daß sich die Anzahl der noch einschulberechtigten öffentlichen Mittelschulen in Chemnitz bereits auf weniger als ein Drittel gegenüber dem Stand 1998 reduziert hat und bei weiteren potentiellen Schließungen auf unter ein Viertel absinken kann! Dies wäre die weitgehende Verabschiedung der Stadt Chemnitz aus diesem Schulbereich! Ein völlig undenkbares Szenario!

In den letzten 10 Jahren geschlossene oder zur Aufhebung ausgewiesene öffentliche Mittelschulen:
01 Alexander-v.-Humboldt-Mittelschule
02 Baumgartenschule Grüna
03 Blaise-Pascal-Mittelschule
04 Dr.-Theodor-Neubauer-Mittelschule
05 Emanuel-Gottlieb-Flemming-Mittelschule
06 Gottfried-Keller-Mittelschule
07 Johann-Gottfried-Herder-Mittelschule
08 Karl-Liebknecht-Mittelschule
09 Kirchner-Mittelschule Wittgensdorf (incl. ihrer Außenstelle MS “Röhrsdorf”)
10 Käthe-Kollwitz-Mittelschule
11 Max-Plank-Mittelschule
12 Mittelschule Borna
13 Mittelschule Harthau (incl. ihrer Außenstelle MS “Einsiedel”)
14 Mittelschule Markersdorf
15 Mittelschule Rabenstein
16 Nikolaus-Kopernikus-Mittelschule
17 Pablo-Neruda-Mittelschule
18 Schlossschule Mittelschule
19 Theodor-Körner-Mittelschule
20 Valentina-Tereschkowa-Mittelschule
21 York-Mittelschule

Bereits davor geschlossene öffentliche Mittelschulen:
22 Mittelschule Siegmar (später zeitweise Außenstelle der Mittelschule Schönau)
23 R.-Koch-Mittelschule
24 Otto-Lilienthal-Mittelschule
25 Mittelschule “Einsiedel” (später zeitweise Außenstelle der Mittelschule Harthau)

Noch zur Einschulung freigegebene öffentliche Mittelschulen:
01 Albert-Schweitzer-Mittelschule
02 Annen-Mittelschule
03 Friedrich-Adolf-Wilhelm-Diesterweg-Mittelschule
04 Georg-Weert-Mittelschule
05 Josephinenschule -MS -
06 Mittelschule Altendorf
07 Mittelschule “Am Flughafen”
08 Mittelschule Reichenbrand
09 Mittelschule Schönau
10 Untere Louisenschule -MS-

Noch zur Einschulung freigegebene öffentliche Mittelschulen mit Sonderkonzepten:
11 Jan-Amos-Comenius-Mittelschule (Sonderschule: Sportschule)
12 Chemnitzer Schulmodell Abrecht-Dürer-Schule (Sonderpädagogisches Konzept)

Von ehemals mindestens 35(+2) Mittelschulen dürfen somit derzeit noch 10(+2) Mittelschulen einschulen.

Recht zu erhalten ist nicht immer schön, kann sogar mitunter sehr weh tun.

Das derzeitige mehrfache Nichterreichen der notwendigen Schülerzahlen trotz Reduzierung der Mittelschulen auf unter ein Drittel in Chemnitz, während in anderen Landesteilen Sachsens die “… allermeisten Mittelschulen und Gymnasien entspannt das neue Schuljahr planen …” (Zitat Sächsische Zeitung), läßt leider keinen anderen Schluß mehr zu, als daß die vom längjährigen Schulbürgermeister verfolgte Politik im Mittelschulbereich tatsächlich als grundlegend gescheitert angesehen werden muß und die Stadt Chemnitz deswegen heute vor kaum lösbaren Problemen steht.

Die Schließung der Randschulen hat dazu geführt, daß große Teile potentieller Mittelschüler der Stadtteile Röhrsdorf, Wittgensdorf, Glösa-Draisdorf, Heinersdorf, Ebersdorf, Euba, Kleinolbersdorf-Altenhain, Einsiedel, Erfenschlag, Harthau, Klaffenbach, Hutholz, Mittelbach und Grüna sowie geringere Teile der Stadtteile Reichenhain und Adelsberg sich nicht mehr im “Oberzentrum” Chemnitz beschulen lassen, sondern statt dessen in Umlandgemeinden ausweichen.

Unterstützt wird dieser Prozess durch deutlich höhere Mittelbereitstellungen der Umlandgemeinden für ihre Schulen sowie durch eine teilweise deutliche kostengünstigere Schülerbeförderung dort. So sind die schülerbezogenen Mittelbereitstellungen in den Umlandgemeinden zum Teil doppelt so hoch, wie in Chemnitz.

Die jahrelange zu geringe Mittelbereitstellungen in Chemnitz tut allen Schularten weh. Die Mittelschulen als sozialer Brennpunkt trifft es besonders hart. Der Hilfeschrei der Mittelschulen im vergangenen Jahr verstummte leider viel zu schnell wieder und führte zu keiner Verbesserung in Chemnitz.

Die Flucht ins Umland und - seit der Öffnung der Bildungsempfehlung für Gymnasien auch dorthin - ist derart konsequent und massiv, daß bereits zeitnah das Funktionieren eines die Kinder erfolgreich auf das spätere Leben vorbereitenden Mittelschulbetriebes trotz größter Anstrengungen der Lehrerschaft und Schulleitungen immer problematischer wird.

Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, daß es sich diesmal nicht um ein Problem der Landesschulpolitik handelt, sondern hausgemacht ist.

Die Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz, Frau Barbara Ludwig, hat sofort nach ihrem Amtsantritt unter ihrer Leitung einen Arbeitskreis zur Fachkräfteproblematik eingerichtet, der hervorragend arbeitet und bereits jetzt erste Verbesserungen veranlasst hat. In ihm sind neben der CWE, der IHK, der Kreishandwerkerschaft, der Agentur für Arbeit, der Sächsischen Bildungsagentur, dem DGB, dem Arbeitskreis “Schule-Wirtschaft” und der BWC unter anderem auch Frau Hetzel und Herr Müller vom Kreiselternrat sowie Herr Hufenbach vom Stadtschülerrat vertreten.

Der Kreiselternrat Chemnitz bittet Frau Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig ausdrücklich darum, unter ihrer Leitung einen analogen Arbeitskreis “Mittelschulen” einzurichten, welcher eine grundlegende Änderung der Stadtpolitik im Mittelschulbereich und - was noch viel wichtiger ist - eine deutliche Verbesserung bei den Mittelschulen insgesamt - bewirken soll. Es ist hierbei höchste Eile geboten.

Ohne die Entscheidungsmöglichkeiten der Oberbürgermeisterin bei der Belegung einer solchen Arbeitsgruppe einschränken zu wollen, möchten wir empfehlen, neben Herrn Näther (Schulverwaltungsamt) und Herrn Pethke (Jugendamt) sowie eines Vertreters der Sächsischen Bildungsagentur vor allem Schulleiter, Vertreter der Jugendeinrichtungen (Ganztagsschulen) sowie des Kreiselternrates Chemnitz und Stadtschülerrats Chemnitzes anzusprechen.

Wir möchten gleichzeitig die Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig ausdrücklich darum ersuchen, Ihre gesamte Kompetenz und Kraft als Oberbürgermeisterin dafür einzusetzen, daß im Rahmen der Lenkungsgespräche an allen 10 (+2) Mittelschulen Klassen eröffnet und der Mitwirkungsentzug durch das SMK für diese Jahrgangsstufe in jedem Fall verhindert wird.

Wir bieten schon heute sowohl für den Arbeitskreis “Mittelschulen” als auch für die Lenkungsgespräche unsere Mitarbeit an.

Mit freundlichem Gruß

gez. Andreas Müller
- Vorsitzender des Kreiselternrat Chemnitz -

gez. Ines Hetzel
- 1. Stellv. Vorsitzende des Kreiselternrat Chemnitz -

gez. Jonas Lange
- Stellv. Vorsitzender des Kreiselternrat Chemnitz -

gez. Sonja Grundmann
- Stellv. Vorsitzende des Kreiselternrat Chemnitz -

gez. Bernd Günther
- Stellv. Vorsitzender des Kreiselternrat Chemnitz -

gez. Annett Beitzel
- kooptiertes Vorstandsmitglied und Vorsitzende Arbeitsgruppe Förderschulen des Kreiselternrat Chemnitz -

Sachsenweiter Artikel in der Morgenpost vom 18.03.2007

Montag, März 19th, 2007

Nach der völlig in die Irre gegangenen Berichterstattung in der Chemnitzer Lokalpresse der letzten Tage (um es einmal positiv zu formulieren), möchten wir Ihnen hier folgenden Text  nicht vorenthalten, der am  Sonntag, dem 18.März 2007 auf Seite 2 der Morgenpost sachsenweit erschienen ist.


Porno-Posse

Es hätte eine kleinkarierte Posse in einer sächsischen Großstadt sein können.
Posse  geht aber nur, wenn man darüber gemeinsam lachen kann.
Nur hier ist vielen das Lachen vergangen. Denn es geht nicht nur um unterschiedliche Meinungen, streitbare Personen, Einfluss und Macht sondern auch um Verklemmtheit, Parteienintrigen und wie man mit Rufmord unliebsame Kandidaten bei Wahlen verhindert.
Aber der Reihe nach. Da engagiert sich seit 10 Jahren ein zweifacher Vater nicht nur für das Wohl und die Erziehung  seiner, sondern aller Kinder in Chemnitz. Unentgeltlich, aber sachkundig und streitbar im Kreiselternrat. Gleichzeitig hat er eine Internetseite eingerichtet, um zu mitdenken und mitdiskutieren einzuladen.
Auf dieser Internetseite hatte er unter P18, auch erotisch-frivole “Späßchen” eingestellt, denen wir inzwischen täglich in keiner Boulevardzeitung oder Satirezeitung entgehen können. Geschmackssache!
Keiner der 10.000 Onlinebesucher  nahm daran Anstoß. Aber jetzt kommt’s!!!
Jetzt stellte sich dieser junge streitbare Mann zur Wahl für den Schulausschuss der Stadt.
Und er ließ unter der Hand verlauten, dass er auch gerne Kreisgeschäftsführer der CDU werden würde. Das erschien manchen im Vorfeld schon verhinderungswert.
Aus diesen Kreisen gab man deshalb einer “grünen” Politikerin den Hinweis sich doch einmal die “unglaublichen Eroticas” auf dieser Internetseite anzusehen. Sie war so sehr “geschockt” davon, dass sie in einer Mail alle Stadtpolitiker aufforderte, sich diese Präsentation anzusehen und bei ihrer Wahlentscheidung zu berücksichtigen.
Ich vermute einmal, dass die meisten Stadtpolitiker diese Präsentation schon kannten, oder sich selbst seit Jahren schon gegenseitig zugesandt hatten.
Aber interne heuchlerische Entrüstung reichte nicht aus. Deshalb musste es an die Presse gegeben werden.
Und der erstaunte Bürger las: Pornobilder auf der eigenen Internetseite. Kreiselternratchef unter Druck. Und wer ganz selektiv die Zeitung liest, las: Kinder, Mädchen, Pornos. Immer verbunden mit dem Namen eines bekannten, unbescholtenen und engagierten Mannes.
Natürlich wurde er nicht gewählt. Natürlich hatte man jetzt auch die Begründungen für die Nicht-Wahl.
Natürlich gab es jetzt auch die gut gemeinten Ratschläge an ihn, sich nicht noch für weitere Stellen zu bewerben, weil er nach diesen Vorwürfen nicht vermittelbar sei.
Natürlich lud ihn die TU Chemnitz von seinem Referat bei der sonntäglichen Pfiffikus-Veranstaltung wieder aus.
Natürlich müssen seine Frau, seine Töchter, seine Eltern das Tuscheln, abschätzige Grinsen und sensationslüsterne Betrachten anderer über sich ergehen lassen. Denn immerhin haben sie ja einen in der Familie, der sich (vorgeblich) für Kinder engagiert und gleichzeitig Pornographie im Internet plakatiert.
Um einen Menschen zu erledigen braucht man nicht unbedingt eine Waffe, eine künstlich provozierte Schlagzeile kann es auch.
Porno-grafie  heißt wörtlich übersetzt Huren-Schrift.
Oft wird Politik als Hure bezeichnet. Das ist sie nun wirklich nicht. Obwohl man bei manchen intriganten Vorgängen in der Politik schon den Eindruck haben könnte.
Oder?

Heinz Eggert
Staatsminister a.D, MdL

(abgedruckt in der Morgenpost vom 18.03.2007/hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Autors)

Klarstellung zu mißverständlicher Pressedarstellung

Montag, März 19th, 2007

Angesichts des Artikels in der “Freien Presse” vom 19. März 2007 über unsere Presseerklärung vom 15. März  müssen wir hier klarstellen,  daß  diese Presseerklärung nur aussagt, daß auf wir unserer Seite zur Aufstellung eines anderen Kandidaten als Herrn Müller keine Rechtsgrundlage sehen und ein solches schon aus grundsätzlichen Erwägungen für uns nicht in Betracht kommt.

Die Hauptsatzung der Stadt Chemnitz legt fest, daß dem Vertreter des Kreiselternrates ein Platz als Sachkundiger Einwohner zusteht. Der Kreiselternrat Chemnitz hat als Kandidaten hierfür Herrn Andreas  Müller aufgestellt und sieht keinen Grund diese Aufstellung aufzuheben. Insofern die Stadt Chemnitz ihre Hauptsatzung umsetzen will, muß sie auch bei weiteren Kandidaturen über Herrn Müller abstimmen.

Falls Herr Müller sich seinerseits angesichts der Schmutzkampagne der letzten Tage sowie des erlittenen Schadens sich nicht noch einmal für eine solche Kandidatur bereiterklären würde, hätte er allerdings unser vollstes Verständnis, das würde aber nicht die Entscheidung des KER-C für Herrn Müller in Frage stellen. Wir weisen auch ausdrücklich darauf hin, daß unser keinerlei Informationen vorliegen, ob der Stadtrat solche Absichten hegt oder nicht.

Wir hoffen, daß wir jetzt allen Seiten die vorhandene Sachlage verständlich machen konnten.

Schulausschuß ohne KER-C

Donnerstag, März 15th, 2007

Mit Bedauern müssen wir feststellen, dass der Vorsitzende des KER-C, Herr Andreas Müller, auf der Stadtratssitzung am 14. März 2007 nicht als beratender Bürger im Schulausschuß bestätigt wurde. Überrascht hat uns das Ergebnis allerdings nicht.
Noch vor 2 Wochen unterstützte der Schulausschuß einstimmig den Vorschlag des KER-C, Herrn Müller in seiner Funktion als Vorsitzender in den Schulausschuss zu wählen. Das scheint manche aufgeschreckt zu haben. Es bestanden keine Sachargumente gegen eine Bestätigung des Vorsitzenden des KER-C als beratender Bürger im Ausschuß. Möglicherweise deshalb wurde von einem noch genau zu bestimmenden Personenkreis in der vergangenen Woche eine Kampagne gestartet, die Herrn Müller diskreditieren sollte und dies in nicht geringem Maße auch tat. Mit Erfolg: Die Mehrheit der Chemnitzer Stadträte entschied sich gegen den Kandidaten des Kreiselternrates. In seine Funktion ist er im übrigen von der großen Mehrheit der Schulelternsprecher gewählt worden. Und in dieser Funktion sollte er die Chemnitzer Eltern im Schulausschuss vertreten. Dies ist möglicherweise nicht gewollt.
Bedenklich ist der Verlauf der vorgetragenen Kampagne, in dem von keiner Seite außer den Mitstreitern des KER-C auf den Wahrheitsgehalt der Vorwürfe oder die Persönlichkeitsrechte des Betroffenen Rücksicht genommen wurde. Hier hätte man mit gutem Recht viel mehr erwarten können. Es wird ggf. von berufener Stelle noch zu klären sein, welche Tatbestände vorliegen. Der der “Verbreitung von Pornographie” wird es jedenfalls nicht sein. Ganz ausdrücklich nicht, wenn die Definition der “Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien”, nachlesbar unter: “Erhebung zur Rechtssprechung” zu Rate gezogen wird. Diese Definition entspricht der Auffassung der Gerichte und ist auch sonst ist ihren Grundzügen - die diesen Begriff in diesem Zusammenhang ausschließen - allgemein anerkannt.
Bezüglich der Frage einer “Neunominierung” teilen wir mit, daß weder im Schulgesetz des Freistaats Sachsen noch in der Elternmitwirkungsverordnung dieser Begriff vorkommt. Entsprechend der Satzung des KER-C und dem Schulrecht wurde eine Wahlveranstaltung durchgeführt, in der ein Vorsitzender, aber kein zusätzlicher Vertreter im Schulausschuß gewählt wurde. Die Wahl wurde nicht angefochten und ist damit rechtskräftig. Wir haben zusätzlich in der Satzung die langjährige Praxis des KER-C festgeschrieben, nach der ohne spezielle Wahl eines zusätzlichen Vertreters der Vorsitzende den KER-C im Schulausschuß vertritt. Außerdem halten uns sowohl das Schulgesetz des Freistaats Sachsen als auch die Elternmitwirkungsverordnung ausdrücklich dazu an, unsere Vertreter durch unser Gremium selbst wählen zu lassen. Eine Einschränkung der Informationspflichten seitens der Stadt Chemnitz als Schulträger gegenüber dem Kreiselternrat aufgrund einer mißlungenen Wahl im Stadtrat ist aus unserer Sicht ebenfalls nicht gegeben.
Der Vorstand möchte hier noch einmal klarstellen, daß abgesehen von den oben benannten rechtlichen Rahmenbedingungen unter den gegebenen Umständen eine “Neunominierung” oder ähnlicher fragwürdiger Schabernack für uns nicht in Betracht kommt. Zur Gesamtsichtweise auf die Vorgänge in den letzten Tagen verweisen wir auf die Presseerklärung des Vorstands vom 10. März 2007.
Unabhängig davon werden wir als Vorstand des Kreiselternrates unter dem Vorsitz von Herrn Müller unsere an Sachthemen orientierte Arbeit fortsetzen — im Interesse der Eltern und Schüler dieser Stadt.
Der Vorstand des KER-C lädt deshalb die Vertreter der Fraktionen dazu ein, die begonnenen fruchtbringenden direkten Gespräche außerhalb des Schulauschusses fortzusetzen.

gez. Ines Hetzel
- 1. Stellv. Vorsitzende des Kreiselternrat Chemnitz -

gez. Jonas Lange
- Stellv. Vorsitzender des Kreiselternrat Chemnitz -

gez. Bernd Günther
- Stellv. Vorsitzender des Kreiselternrat Chemnitz -

gez. Annett Beitzel
- kooptiertes Vorstandsmitglied und Vorsitzende Arbeitsgruppe Förderschulen des Kreiselternrat Chemnitz -

(Frau Sonja Grundmann war zur Zeit der Fertigstellung der Presseerklärung nicht mehr erreichbar)
Presseerklärung als PDF

Kampagne gegen den Vorsitzenden des KER-C

Samstag, März 10th, 2007

Im Zusammenhang mit der anstehenden Berufung des Vorsitzenden des KER-C, Andreas Müller, in den Schulausschuß des Stadrates wurden in den letzten Tagen, u.a. auch in der “Freien Presse” vom 10.3.2007, schwere Vorwürfe erhoben, die darauf hinauslaufen, seine Homepage diene der Verbreitung von pornographischen und erniedrigenden Fotos. Wir haben hier den Link zu dieser Homepage eingefügt, damit jeder sich selbst ein Bild über den Charakter der Publikation machen kann. (Hinweis: Der KER-C hat die Website sonst nicht verlinkt, damit nicht der Eindruck der Werbung für geschäftliche Inhalte entsteht)
Für uns ist dieser Vorgang nicht sehr überraschend, da bereits im Zusammenhang mit der anstehenden Berufung von Andreas Müller im Jahr 2000 eine ähnliche Kampagne gestartet wurde. Damals konnten wir zu unserer völligen Überraschung und Erheiterung in der Presse nachlesen, unser Kandidat sei ein “linker Radikalinski mit Grundzügen der russischen Räterepublik”.
Da Herr Müller mittlerweile Mitglied der CDU ist, mußte man sich dieses Mal offenbar etwas anderes einfallen lassen.
Der Vorstand hält diese Vorwürfe für vorgeschoben sowie absurd und unterstützt nachdrücklich weiterhin die Entscheidung des KER-C, Herrn Müller als Vertreter in den Schulausschuß zu entsenden. Derzeit wird das weitere Vorgehen beraten.
Presseerklärung des Vorstands
Kommentar von Ines Hetzel

Heizung und Arbeitsstättenverordnung

Mittwoch, Januar 31st, 2007

Aufgrund etlicher Beschwerden wurde der Vorstand des KER-C zu Thema Raumtemperaturen in den Schulen aktiv und versucht, gemeinsam mit der Stadt Chemnitz zu einer einvernehmlichen Lösung zu gelangen.
Mehr demnächst hier.

24. Januar 2007: Vollversammlung des KER-C

Mittwoch, Januar 24th, 2007

In Vorbereitung der Vollversammlung stellen wir hier einige Dokumente bereit, über die beraten und beschlossen werden soll:

Wir danken für die zahlreichen  Rückmeldungen  zur Teilnahme  und  freuen uns auf das Treffen heute abend.

Im Vorfeld traf sich der Vorstand u.a. zu einer Sitzung, über die nachfolgend Andreas Müller eine kurze Information geschrieben hat:

Vorstandssitzung vom 10.01.2007 (a.m.)

VorstandAm Abend des 10.01.2007 traf sich der Vorstand des Kreiselternrates zur Vorstandssitzung. Es gab viel zu bereden und somit war eine zügige Abarbeitung des umfangreichen Programms allgemein gewünscht.

Die Stadt Chemnitz hatte um Stellungnahme gebeten zu drei am 07.02.2007 vom Stadtrat zu verabschiedenden Beschlußanträgen betreffs Schulaufhebungen (Valentina-Tereschkowa-MS zum Ende 2007/8, Emanuel-Gottlieb-Flemming-MS zum Ende 2006/7, Nikolaus-Kopernikus-MS zum Ende 2007/8). Die Beschlüsse zur Schließung dieser Schulen waren u.a. mit die Ursache für die beiden Bürgerbegehren im Jahre 2005. Der Vorstand wurde darüber informiert, daß die Elternratsvorsitzenden der Schulen um Zuarbeiten bis spätestens 21.01.2007 gebeten wurden. Im Anschluß werde die Stellungnahme vom Vorstand erstellt und bis zur Beschlußfassung am 24.01.2007 in der Kreisdelegiertenkonferenz (Vollversammlung) als Entwurf ins WEB gestellt.
Der WEB-Auftritt des Kreiselternrates hat sich in den letzten Wochen stark weiterentwickelt. Am Rechner wurde auch den Nicht-Internet-Nutzern im Vorstand diese Seite und ihre Funktionalität vorgestellt.
Den Hauptteil der Sitzung nahm die Besprechung des Entwurfs zum Strategieprogramm 2007/2010 ein. In sehr konzentrierter und konstruktiver Art und Weise wurde das bis dato 10-seitige Papier Punkt für Punkt durchgearbeitet und inhaltlich optimiert. Hierbei war insbesondere die Anwesenheit von zwei Vertretern der Förderschulen und Ines Hetzel mit ihren Erfahrungen zur Berufsausbildung eine echte Bereicherung für unseren Vorstand. Der Strategieprogramm-Entwurf wird nunmehr noch per Mail in einzelnen Formulierungen ausgefeilt und Korrektur gelesen. Danach wird er schnellstmöglich, spätestens am 23.01.2007 ins WEB gestellt. Am 24.01.2007 wird das Papier erstmals der Vollversammlung vorgelegt und kann bis zur Diskussion und Abstimmung im März in den Schulen diskutiert und mit Änderungsanträgen hinterlegt werden.
Der Entwurf der geplanten Satzungsergänzung des Kreiselternrates wurde praktischer Weise aus Gründen der fortgeschritten Zeit vertagt. Am 24.01.2007 wird der Vollversammlung ein vorabgestimmter Textentwurf zur Diskussion und Beschlußfassung vorgelegt. Hierfür arbeiten die Vorstandsmitglieder Textvorschläge zu.
Zur Problematik “Chemnitzer Schulmodell” besteht im Vorstand auf Grund des Gesamtumfang notwendiger Investitionen an Chemnitzer Schulen und Kindertagesstätten weiterhin die einheitliche Auffassung, eine der vorgeschlagenen Sanierungsvarianten einem Neubau vorzuziehen. Jonas Lange machte in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, daß die Grundschulproblematik im Flemminggebiet gerade in diesem Bezug noch einmal gesondert ins Auge gefasst werden muß. Diese Notwendigkeit unterstützten Annett Beitzel mit Hinweis auf die an die Kapazitätsgrenzen stossenden Grundschulen in Reichenbrand und Siegmar sowie Andreas Müller mit analogen Hinweisen für die Louisen-Grundschule und die Rottluffer Grundschule.

19. Januar 2007: Heute alle städtischen Schulen geschlossen in Chemnitz

Freitag, Januar 19th, 2007

Mittlerweile konnten wir von der Sächsischen Bildungsagentur erfahren, daß heute alle städtischen Schulen in Chemnitz und Mittweida geschlossen bleiben. Auch wenn sich der Sturm gelegt hat, war aus gestriger Sicht dieser Schritt sicherlich sinnvoll. Da der Entschluß hierzu aufgrund der sich immer weiter dramatisch verschlechternden Wetterlage durch die Stadt Chemnitz erst in den späten Nachmittags-/bzw. frühen Abendstunden gefasst wurde, war es der Bildungsangentur offensichtlich nicht mehr möglich, gestern noch die Schulleitungen von der Entscheidung zu informieren. Die Stadt Chemnitz hat sich offensichtlich bemüht, über die Entscheidung über die Medien zu publizieren. Eine parallele Mitteilung an die Eltern- und Schülervertretungen wäre sicher vorteilhaft gewesen, da beide Gremien über schnelle Wege der breiten Information von Eltern und Schülern verfügen und viele Nachfragen - wie gestern abend zum Beispiel auch - gerade bei uns eintreffen. Dies schmälert aber nicht die Freude unsererseits über die präventiven Entschlüsse und Handlungen der Vertreter von Ämtern, Behörden, Schulen und Horten im Interesse der Sicherheit unserer Kinder. Vielen Dank dafür. Vielleicht läßt sich ja in nächster Zeit auch noch etwas bei der “Krisen”-Kommunikation bewegen.
Offizielle Mitteilung der Stadt Chemnitz:

Schulen am Freitag geschlossen

Wegen des Unwetters findet im Stadtgebiet Chemnitz am Freitag, 19. Januar, aus Gründen der Sicherheit keine Schule statt. Die Kinder können aber dennoch in den Schulen betreut werden, wenn dies notwendig ist. Eltern wird dann empfohlen, ihre Kinder nach Möglichkeit selbst in die Schulen zu bringen.