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Gemeinsam für eine zukunftsorientierte Schulnetzplanung

In den alten Bundesländern wurde unter Bezug auf abnehmende Schülerzahlen ein steter Rückbau der Schullandschaft vorgenommen. Dies führte zu einer übermäßigen Zentralisierung und Konzentration sowie zu weiten Schulwegen. Zwar konnten kurzzeitig Einsparungen an Personal sowie bei den Gebäudeinstandhaltungs- und Gebäudebetriebskosten erreicht werden, gleichzeitig aber wurde der Aufwand für den Schülertransport dramatisch größer und die sozialen Folgen nicht mehr beherrschbar. Der mit zahlreichen Gutachten hinterlegte sogenannte Vorteil großer Schulen mit Mehrzügigkeit und starken Klassenverbänden wurde u.a. infolge der fehlenden ergänzenden Lehrerhinterlegung (zusätzliche Kräfte statt Abbau!) als nicht zutreffend entlarvt. Statt dessen kam es insbesondere in den alten Bundesländern zu einem immer stärkeren Qualitätsverlust auf dem Gebiet der Schulbildung. Überbelegung der Klassen und Schulen, weite Schulwege, soziale Spannungen und fehlende Wettbewerbsfähigkeit der Schulabgänger sind die negativen Begleiterscheinungen dieser Fehlentwicklungen.  

Dies veranlaßte eine Reihe von Landesregierungen der alten Bundesländer zu einem grundsätzlichen Umdenken auf diesem Gebiet und daraus resultierenden gigantischen Anstrengungen zur Umkehr dieser negativen Prozesse. Vorreiter war Hessen unter der von Herrn Koch geführten CDU-FDP-Landesregierung mit seiner massiven Lehrerabwerbung. Nun folgen die SPD-geführte Landesregierung Nordrhein-Westfalens mit einem zusätzlichen Finanzprogramm "Schulen" in Höhe von 2,2 Milliarden DM und andere Bundesländer. 

Damit unser Freistaat Sachsen nicht erst die gleichen schmerzlichen Erfahrungen wie die alten Bundesländer machen muß, ist es wichtig, das Flaggschiff Bildung jetzt schnellstmöglich auf einen neuen Kurs zu bringen. Selber Erfahrung machen ist wichtig und notwendig. Besser und klüger ist es aber, aus den Fehlern anderer zu lernen und einen besseren Weg zu suchen. Nicht Lehrerabbau sondern zusätzliche Lehrereinstellung, nicht Konzentration sondern Eingehen auf die Individualität, nicht Verlängerung der Schulwege sondern Erhaltung und Verkürzung, nicht sinkende Aufwendungen im Bildungs- und Schulsektor sondern bleibende bzw. steigende .... nur so kann unserer Jugend eine Bildung ermöglicht werden, die sie in der zunehmend globalen Wissensgesellschaft konkurrenz- und handlungsfähig werden läßt. Dies ist kein Wunsch, sondern eine Verpflichtung für alle Bürger dieses Landes, welche auf diesen Prozeß einwirken können, sei es in ihrer beruflichen, in ihrer parlamentarischen oder außerparlamentarischen Tätigkeit. Sie ist untrennbarer Bestandteil des Generationenvertrages. 

Mit der Erstellung einer zukunftsorientierten Schulnetzplanung leisten wir, die wir jetzt in der Pflicht sind, unseren Beitrag hierzu. Dabei darf es uns nicht schrecken, daß für die Umsetzung der Rahmenplanung Geldmittel in Größenordnungen umverteilt werden müssen, daß Abstriche bei anderen Investitionen (z.B. im Straßenbau) erfolgen werden. Das dies möglich ist, hat Nordrhein-Westfalen bewiesen, welches die zusätzlichen 2,2 Milliarden DM für sein Schulprogramm ohne zusätzliche Schulden aufbringt. Investitionen in die Bildung sind Investitionen in die Zukunft, sowohl in die Zukunft unserer Kinder als auch unserer Städte und Gemeinden. Insbesondere unsere Kinder müssen uns dies Wert sein.  

In diesem Sinne wünschen die Vertreter der Arbeitsgruppe Rahmenplanung des Kreiselternrates allen Beteiligten eine erfolgreiche Arbeit und gutes Gelingen. 

 

Dipl.-Ing. Andreas Müller

Leiter der Arbeitsgruppe Rahmenplanung des Kreiselternrates Chemnitz

 

 

 

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