Pressemitteilung: Ministerrücktritt – Keine simple Personalie, sondern Konsequenz der Fortsetzung des Weges in den Bildungsnotstand

Mit seinem Rücktritt hat Kultusminister Wöller längst überfällige Courage gezeigt und aufgezeigt, wie dramatisch Sachsen vom Bildungsnotstand bedroht wird. Doch sein Rücktritt löst das Problem ebensowenig, wie ein neuer Minister die Misere überwinden kann, solange die Regierungspolitik des “Sparens um jeden Preis” wie bisher fortgeführt wird.

Sparen ist vom Grundsatz i.d.R. Zukunftsvorsorge. Dies sehen auch die Elternvertreter so. Wenn aber wissentlich zu wenig Lehrer für die Unterrichtung unserer Kinder zur Verfügung gestellt werden und die Bildungsqualität damit seit ein, zwei Jahren massiv darunter zu leiden beginnt, hat dies u.E. nichts mehr mit Sparen zu tun, sondern es ist ein Verramschen der Zukunftschancen unserer jungen Generation und damit auch der Zukunft unseres Freistaates. Lehrermangel ist hierbei aber auch nur eines der Probleme des Bildungsnotstandes.

Der Lehrermangel wird mit dem Rücktritt nicht gelöst, aber es wird sichtbar, dass das Kabinett Tillich-Unland angesichts der eigenen Lobreden zum sogenannten „Bildungspaket“ ganz offensichtlich ein echtes Glaubwürdigkeitsproblem zu haben scheint. Die Elternvertreter sehen sich hierdurch von der Richtigkeit und Wichtigkeit ihres Einsatzes u.a. gegen den Lehrermangel bestätigt und bestärkt.
Der Vorstand des Kreiselternrates Chemnitz

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