Opposition: Es werden mind. 1.700 Lehramtsstudenten jährlich benötigt, nicht nur die jetzigen 900

Schwere Kritik wurde heute von der Opposition geübt. In einem Artikel der Sächsischen Zeitung wird der Staatsregierung u.a. “Täuschung der Öffentlichkeit” vorgeworfen. Die Zahl der Lehramtsstudenten müsse  mindestens 1.700 betragen, nicht nur die jetzigen 900. Ob diese 1.700 in Spitzenjahren mit außer Dienst gehenden Lehrern dann immer ausreichen, ist noch eine andere Frage.

Recht passend zum Thema erreichte uns heute diese Nachricht aus der TU Chemnitz:

“Komplett-Ausfall bei der PhilFak: Wegen eines Beschlusses der Landesregierung konnten zahlreiche Verträge mit Lehrkräften nicht fristgerecht verlängert werden. Da die Philosophische Fakultät davon besonders stark betroffen ist, hat der Dekan den Vorlesungsbeginn um eine Woche verschoben. Wer sich über eine Woche Ferien mehr freut, sollte aber die mahnenden Worte von Prof. Dr. Fasbender beachten: Die wegfallenden Lehreinheiten sind im Verlauf des Semesters nachzuholen! (Veranstaltungen an anderen Fakultäten starten wie gehabt nächste Woche.) Was für ein turbulenter Semesterstart - da kann’s ja nur besser werden … oder?”

Angesichts dieser Entwicklungen fällt es einigermaßen schwer, die Vermutung zu unterdrücken, dass hier ein Totalschaden konsequent angestrebt oder zumindest in Kauf genommen wird…

Update: Die Staatsregierung (SMWK) sieht in einer Woche Komplettausfall “kein allzu großes Problem”. Schön, daß wir das jetzt auch mal schriftlich haben. Immerhin soll es jetzt doch pünktlich losgehen, nachdem sich auch die Presse dafür interessiert hat. Die entgültige Entscheidung fällt wohl am Montag.