Nach der Demo ist vor der Demo

Patient Bildung

Notfallpatient Bildung in Chemnitz

Es ist schon beachtlich, was speziell die Schüler in Chemnitz und ganz Sachsen gestern bei dem gemeinsamen Aktionstag von Schülern, Lehrern und Eltern auf die Beine gestellt haben. Wie im Foto sichtbar, wurde die akute ernste  Situation in den Schulen durch den Notfallpatienten Bildung dargestellt, der mit Blaulicht zur Bühne gebracht wurde.  Die Aktion wird in nächter Zeit ihre bildungspolitische Heilwirkung hoffentlich noch entwickeln!

Man muß sich das auf der Zunge zergehen lassen: Die Schüler strömen zu Hunderten freiwillig in die Stadt und protestieren gegen - ausgerechnet - Schulausfall! Wenn es so weit gekommen ist, dann muß es wirklich schlimm sein.

Die Schätzung der Zahl der Teilnehmer (bis rund 1.000) war etwas schwierig, weil  (wir sind ja in Deutschland) der Rasen nicht betreten wurde und die Menge geometrisch dafür ungünstig verteilt war. Das ist aber für den Einstieg schon einmal ganz ordentlich. Allerdings dürften wir noch deutlich steigerungsfähig sein, immerhin vertreten wir im KER-C allein schon zigtausende Eltern in Chemnitz. ;)

Leider waren bislang die Rückmeldungen von Seiten der Regierung noch keineswegs so, daß man irgendwie von einer echten Besserung der Situation ausgehen könnte. Es gab nur wohlklingende Schönwetterformulierungen, aber leider war keine Rede von der Einstellung der 2.000 fehlenden Lehrer.

In diesem Sinne: Nach der Demo ist vor der Demo! Bitte informiert und motiviert die einzelnen Eltern der Stadt weiter!

Ein herzliches Dankeschön geht an all jene, die uns zur Kundgebung „Bildet die Rettung, rettet die Bildung” am 28. März und in den letzten nervenaufreibenden Wochen in Vorbereitung der Kundgebung unterstützt haben, an diejenigen, die dabei gewesen sind und auch an jene, die mit Informationen, Verbreitung und Mithilfe zum Gelingen beigetragen haben. Hervorgehoben seien besonders eins energie, die uns ohne Zögern mit dem notwendigen Strom versorgten, das Alternative Jugendzentrum, das mit Hüpfburg und Spielgeräten anwesende Kinder betreute, die Firma teamdesign gmbh Volker Herrmann, die eigene Aufträge nach hinten schob, um sofort und kostenfrei unser Kreiselternratsplakat mit Logo zu designen und natürlich den Stadtstreicher, der das Plakat letztlich im Ausdruck sponserte.

Nachfolgend noch einige Bilder von der Veranstaltung: