Archiv für 2011

Auch die Lehrer gehen auf die Barrikaden!

Montag, Februar 28th, 2011

Auch die Lehrer wehren sich jetzt gegen die fortlaufenden Kürzungen im Bildungsbereich (siehe u.a. Freie Presse vom 18.2.2011, “Gerangel um Sachsens Lehrer”) und kündigen einen Warnstreik am 3. März 2011 an.

Bitte beachten Sie hierzu die Informationen an Ihrer Schule!

Hierzu sollen die Eltern jeweils noch in den beteiligten Schulen Elternbriefe erhalten. Nachfolgend zitieren wir auszugsweise ein Beispiel eines solchen Briefes der Lehrer an die Eltern einer Chemnitzer Schule. Wir hoffen, daß die Lehrer ihre Aktion auch zur Unterstützung des Bürgerbegehrens nutzen. ;)

Beispiel eines Elternbriefes:

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Bürgerbegehren: Erhalt Grundschulen - kurze Wege für kleine Beine gestartet

Mittwoch, Februar 2nd, 2011
Update: Aktuelle Informationen zum Bürgerbegehren finden Sie hier.

Pressemitteilung des KER-C

Im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Kreiselternrates am gestrigen Dienstagabend wurde das Bürgerbegehren „Erhalt Grundschulen - kurze Wege für kleine Beine“ gestartet und die ersten 2.500 Exemplare der Unterschriftenlisten ausgereicht. Der Stadtelternrat Kita erklärte noch am gestrigen Abend in der Mitgliederversammlung ausdrücklich seine Beteiligung und Unterstützung für das vom Kreiselternrat Chemnitz initiierte Bürgerbegehren.

Mit dem Bürgerbegehren wird die Aufhebung der in der Sitzung des Chemnitzer Stadtrates vom 26.01.2011 beschlossenen Satzung zur Festlegung der  Schulbezirke an Grundschulen (Beschlussvorlage Nr. B-012/2011) angestrebt, da mittels dieser Satzung die Einzelschulbezirke aufgehoben und gemeinsame Schulbezirke gebildet werden, die aber der Stadt Chemnitz die Möglichkeit der indirekten Einflussnahme auf die Bildung von Grundschulklassen nimmt. Da eine rechtswirksame, einklagbare Festlegung zur Bildung einer ersten Klasse an jedem Grundschulstandort ab der gesetzlichen Mindestschülerzahl 15 fehlt, ist zu befürchten, dass mit einer Klassenbildung anhand der Maximalzahl 28 alle einzügigen (und ein Teil der zweizügigen) Grundschulen in den nächsten Jahren durch Nichteröffnung von ersten Klassen und damit verbundene Mitwirkungsentzüge leergezogen und geschlossen werden.
Eine unverzügliche Rückkehr zu den vorher bestandenen Einzelschulbezirken gibt die Rechtssicherheit, dass an jeder Grundschule, in der 15 Anmeldungen vorhanden sind, auch eine erste Klasse eröffnet wird.
Der KER-C sieht in der Zusammenlegung der Grundschulbezirke außerdem keine Lösung für das eigentliche Problem fehlender Lehrerstellen durch die altersbedingten Abgänge in den kommenden Jahren.

Anhang: Der frei kopierbare Vordruck des Bürgerbegehrens:  Formular zum Bürgerbegehren als PDF

Update: Hier eine Kurzerklärung zum Bürgerbegehren KURZE WEGE FÜR KLEINE BEINE zum Download als PDF

Das Bürgerbegehren wird zu unserer großen Freude vom Stadtelternat KiTa’s und Horte unterstützt. Informationen hierzu auch auf deren Website.

Bürgerbegehren ist gestartet - erste 2500 Exemplare bereits unter den Bürgern!

Dienstag, Februar 1st, 2011

Liebe Elternvertreter, liebe Unterstützer unser Chemnitzer Kinder,

heute ist das Bürgerbegehren gegen die Grundschulschließungen provozierende und fördernde Schulnetzänderung des Schuldezernates angelaufen.

Die ersten 2500 Exemplare wurden bereits unter die Bürger gebracht.

Wir freuen uns, dass wir unseren Mitgliedern bei dem heute eher “formalen” Start des Begehrens zahlreiche Unterstützer von außerhalb unseres Gremiums benennen konnten.

Hier ist der frei kopierbare Vordruck des Bürgerbegehrens:  2011-01-26_buergerbegehren-gs_text_druck

Viel Erfolg an alle fleißigen Sammler!

Update: Bitte auch die weiteren Hintergrundinformationen in der Dokumentensammlung beachten.

Kreiselternrat Chemnitz solidarisch mit allen Grundschulen, deshalb Forderung nach Rechtssicherheit

Dienstag, Januar 25th, 2011

Rechtssicheres Konzept diskutieren statt Schnellschuss produzieren

Anlässlich der bevorstehenden Entscheidung im Stadtrat zur Bildung gemeinsamer Grundschulbezirke erklärt der Kreiselternrat Chemnitz:

“Gerade, weil der Kreiselternrat solidarisch mit den Randschulen ist und alle Grundschulen erhalten will, fordert er die Stadträte auf, die vorgelegte Beschlussvorlage abzulehnen.

Diese Vorlage gewährleistet keine Rechtssicherheit für die vorgeblichen Ziele der Stadt zur Bestandssicherung und Mitsprache und entzieht darüber hinaus der Stadt ihr letztes Mittel, eigenverantwortlich Schulen durch Grundschulbezirksanpassungen in deren Bestand auch gegen den Willen von Kultus zu sichern.

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Argumentationshilfen zu Beschlussvorlage “Grundschulnetz” und Schreiben von Kultus

Montag, Januar 24th, 2011

1. Schreiben von Kultus

Die Stadt Chemnitz, vertreten durch das Schuldezernat, unterstellt öffentlich, das Schulnetz wäre durch die neue Planung bis 2020 (also auf ca. 10 Jahre) gesichert. Als Hinterlegung für diese Aussage wird – vermutlich wegen der eindeutig gegenteiligen gesetzlichen Voraussetzungen – ein Schreiben von Kultus benannt.

Dieses Schreiben ist selbst in seinen ohnehin schon vagen und rechtsunverbindlichen Aussagen aber auf maximal 4 Jahre beschränkt, kann aber auch jederzeit früher widerrufen werden, da keine Mindestgeltungsdauer avisiert wurde.

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„Die Katze wurde aus dem Sack gelassen …“

Montag, Januar 24th, 2011

Richtigstellung von Aussagen des Schuldezernates, welche in Form von Zitaten oder Gesprächswiedergaben in der Presse und Öffentlichkeit verbreitet wurden:

Das Sprichwort, die „Katze aus dem Sack lassen“, trifft wahrscheinlich voll und ganz die Zusammenfassung der derzeit in der Öffentlichkeit herum kreisenden Äußerungen aus dem Schuldezernat. Betrachtet man sie in ihrer Gesamtheit, dürfte kaum noch jemand ernsthaft daran glauben, dass diese Schulnetzänderung tatsächlich dem Schulerhalt dienen sollte. Klarer dürfte hierbei auch die Erkenntnis werden, welcher gravierenden Gefahr unsere chemnitzer Grundschullandschaft mit dieser Vorlage ausgesetzt würde.

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Nach mehr als 10 Jahren erfolgreichem Kampf von Eltern und Stadträten für das Chemnitzer Grundschulnetz nun der Weg über ein Trojanisches Pferd ?

Freitag, Januar 21st, 2011

Trojaner oder eine Neuauflage des Märchens vom Wolf und den sieben Geißlein?

Eltern sehen in der vorgeblich “als Standortsicherung” angepriesenen Bildung gemeinsamer Schulbezirke eine massive Gefährdung der Bestandssicherheit von mindestens 10 bis 12 Chemnitzer Grundschulstandorten.

Im März 2009 legte das Schuldezernat Chemnitz eine Grundschulnetzplanung mit drei neuen großen gemeinsamen Grundschulbezirken vor. Nach Verdeutlichung der hierbei entstehenden Risiken für bis dato bestandssichere Grundschulen lehnte der Stadtrat demonstrativ die Beschlussvorlage ab.

Knapp 2 Jahre später wird eine in ihrer Art analoge, nur dramatisch mehr Grundschulstandorte gefährdende Planung vom Schuldezernat als Beschlussvorlage eingebracht und allgemein als „Bestandssicherung“ verkauft. Alle im Vorfeld vom Kreiselternrat Chemnitz unterbreiteten Angebote zur konstruktiven Mitwirkung und alle Hinweise zur Absicherung möglicher Veränderungen blieben völlig unbeachtet.

Bis zur letzten Minute – also bis zur erneuten Tagung der AG Grundschulen am 19.01.2011 – bemühte sich der Kreiselternrat dennoch darum, Wege für einen Kompromiss zu suchen. Auch die Berücksichtigung der potentiellen Änderungsanträge der Fraktionen spielte hierbei eine wesentliche Rolle.

Nach Vorlage aller Unterlagen musste in der Sitzung aber festgestellt werden, dass nicht nur 10 Grundschulen (ein Viertel!) durch diese Beschlussvorlage – unabhängig in welcher der derzeit rechtlich möglichen Formen - gefährdet werden, sondern voraussichtlich deutlich mehr. Damit war dem Kreiselternrat jegliche Möglichkeit zu einem entgegenkommenden Kompromiss genommen.

Muß der Kreiselternrat Chemnitz nun tatsächlich sein letztes Mittel aktivieren - das Bürgerbegehren - um die Gefahr vom chemnitzer Schulnetz abzuwenden, oder werden die Stadträte ihrer mehr als 10-jährigen Linie treu bleiben und - dem bisherigen Motto “Kurze Wege für kurze Beine” folgend - die verschärfte und verschlimmerte Neuauflage der Beschlussvorlage von 2009 wieder genauso eindeutig zurückweisen, wie der Stadtrat dies im März 2009 bereits tat?

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Dennoch unternimmt der Vorstand alle Vorbereitungen, um entsprechend auf die Beschlusslage vom 26.01.2011 reagieren zu können. Für den Fall, dass die Beschlussvorlage bestätigt wird, findet am 01.02.2011 im Dr.-Wilhelm-Andrè-Gymnasium eine große Mitgliederversammlung statt. Wir bitten alle Mitglieder, sich diesen Termin unbedingt vorzumerken!

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Stellungnahme des KER-C zu den gemeinsamen Schulbezirken

Mittwoch, Januar 12th, 2011

Letzte Woche erreichte uns die Beschlußvorlage (siehe Dokumente) für den Stadtrat zur Änderung bezüglich der Schulbezirke der Grundschulen.

Hierzu beriet die AG Grundschulen des KER-C nachdem die Vorstellungen durch Schulaufsicht und Schulverwaltungsamt vorgestellt wurden. Nach einer anschließenden internen Diskussion beschloß die betroffene Arbeitsgruppe, die Beschlußvorlage abzulehnen und beauftragte den Vorstand des KER-C, eine dementsprechende Stellungnahme zu verfassen.

Lesen Sie hierzu den Wortlaut der Stellungnahme (Stellungnahme hier als PDF):

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Wieder steigende Einwohnerzahlen in Chemnitz!

Mittwoch, Januar 12th, 2011

Mit großer Freude konnten wir in verschiedenen Medien lesen, daß seit letztem Jahr die Einwohnerzahlen von Chemnitz auch in absoluten Zahlen steigen. In den letzten Jahr hatten wir bereits einen deutlich positiven Saldo bei Zu- und Wegzügen, aber aufgrund der Altersstruktur sank die Gesamtzahl immer noch. Im Jahr 2010 stieg die Einwohnerzahl erfreulicherweise um 138 Personen und liegt damit nach Medienangaben bei 246.521. Besonders erfreulich ist für uns, daß die Einwohnerzahl in der bereits in den letzten Jahren steigenden Altergruppe 16-29 im Jahr 2010 sogar um 1.033 zugenommen hat!
Bislang wurde uns immer vorgerechnet, daß auf Chemnitz im Zuge der geburtenschwachen Jahrgänge nach der Wende ein weiteres Tief bei den Schülerzahlen zukäme. Mit dieser erfreulichen Entwicklung - die hoffentlich anhält - wird man diese Voraussagen sozusagen differenzierter sehen müssen.

Link zur SZ. Die Freie Presse hat heute (12.Januar 2011) ebenfalls einen längeren Artikel, der aber nicht online verfügbar ist.