Auch die Lehrer gehen auf die Barrikaden!

Auch die Lehrer wehren sich jetzt gegen die fortlaufenden Kürzungen im Bildungsbereich (siehe u.a. Freie Presse vom 18.2.2011, “Gerangel um Sachsens Lehrer”) und kündigen einen Warnstreik am 3. März 2011 an.

Bitte beachten Sie hierzu die Informationen an Ihrer Schule!

Hierzu sollen die Eltern jeweils noch in den beteiligten Schulen Elternbriefe erhalten. Nachfolgend zitieren wir auszugsweise ein Beispiel eines solchen Briefes der Lehrer an die Eltern einer Chemnitzer Schule. Wir hoffen, daß die Lehrer ihre Aktion auch zur Unterstützung des Bürgerbegehrens nutzen. ;)

Beispiel eines Elternbriefes:

“Liebe Eltern,

derzeit finden im öffentlichen Dienst Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der
Bundesländer und damit auch für die Lehrerinnen und Lehrer des Freistaates
Sachsen statt.

Die Gewerkschaften fordern einen Sockelbetrag von 50 € für alle
Landesbeschäftigten und eine weitere Entgelterhöhung um 3 % sowie den Abschluss
eines Tarifvertrages zur Eingruppierung. Verhandlungen darüber sind seit 2006
zwischen den Tarifpartnern vereinbart, aber die Arbeitgeber blockieren. Besonders
ablehnend verhält sich der Freistaat Sachsen, vor allem der Finanzminister will die
Vergütung der angestellten Lehrerinnen und Lehrer weiterhin nach Gutsherrenart
einseitig festlegen. Die sächsischen Lehrkräfte gehören deshalb zu den am
schlechtesten bezahlten in der Bundesrepublik. Die Folge davon ist, dass die hier
neu ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer in andere Bundesländer mit besseren
Arbeits- und Gehaltsbedingungen abwandern und Sachsen in zwei bis drei Jahren
ein akuter Lehrermangel droht, der die jetzige Unterrichtsversorgung weiter
verschlechtern wird.

Wenn sächsische Lehrkräfte in dieser Tarifauseinandersetzung streiken, dann tun sie
das nicht nur für ihre eigenen Arbeitsbedingungen, sondern auch für die Sicherung
des Lehrernachwuchses und für bessere Lernbedingungen der sächsischen
Schülerinnen und Schüler. Auch deshalb hoffen wir auf Ihr Verständnis, liebe Eltern.

Die Arbeitgeber haben auch in der zweiten Verhandlungsrunde am 24./ 25. Februar
kein akzeptables Angebot vorgelegt. Deshalb haben die verhandelnden
Gewerkschaften, darunter auch die GEW, zum Warnstreik aufgerufen - ein im
Grundgesetz der Bundesrepublik verbrieftes Recht.

[ ausgelassen: einrichtungsbezogene Hinweise ]

Liebe Eltern, Ihr Verständnis ist uns wichtig!

[ ausgelassen: einrichtungsbezogene Hinweise ]

Wir bedanken uns für Ihr Verständnis!”

Hinweis: der Elternbrief wird sicherlich an jeder Schule unterschiedlich formuliert sein

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