Bündnisse gegen Rückbau über “Wegsparungen” - Gemeinsam Fordern!

pict0813-kleinDer Kreiselternrat Chemnitz hat die beiden letzten Jahre intensiv genutzt, um Bündnisse aller Betroffenen im Bereich Bildung und Kindererziehung/-betreuung zu formieren bzw. sich bereits in Formierung befindlichen Bündnissen anzuschließen.Nunmehr nehmen diese Bündnisse zunehmend solidere Strukturen an und werden sich in den nächsten Wochen und Monaten vereint zu Wort melden, um den Wegsparbestrebungen in diesem Bereich geschlossen entgegenzuwirken.
Wir sind in diese Bündnisse mit folgender grundsätzlicher Hauptforderung unsererseits hineingegangen:

Schluß mit jeglichen Ein- und Wegsparbestrebungen im Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsbereich zu Lasten der Struktur und Qualität sowie materieller und personeller Ausstattung!

Wir bitten hiermit die Kreiselternräte, Kreisschülerräte und Lehrergewerkschaften/-verbände sowie die Elternräte und Mitarbeiter der Kitas und Horte von ganz Sachsen sich in die sachsenweit entstandenen Bündnisse einzureihen, sich nicht gegeneinander ausspielen zu lassen und beginnend mit dem 16.06.2010 (Großdemonstration in Dresden) gemeinsam aktiv gegen jeglichen Rückbau im Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsbereich Flagge zu zeigen!

Pressemitteilung des Kreiselternrat Chemnitz vom 02.06.2010


Liebe Eltern, Schüler und Großeltern, liebe Lehrer, Betreuer und Erzieher, liebe Chemnitzer und Sachsen,

nach den kaum noch erfassbaren Milliardenbeträgen für Bankenrettung, “Bankenverkauf” (Sachsenbank) und Eurokriese, welche der derzeit arbeitenden und insbesondere der jungen Generation gewaltige Schuldenlasten auflädt,  wird nun weinerlich von “Sparen” gesprochen.

Doch Sparen bedeutet nicht, indirekte Schulden zu machen! Das ist Augenwischerei!

Ein- und Wegsparungen im Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsbereich sind aber indirekte Schulden, die unserem Land zukünftig teurer zu stehen kommen, als direkte Kreditschulden.  Wer hier noch immer weitere Sparpotentiale sieht, versündigt sich nach unserer Überzeugung an unserem Freistaat und seinen Menschen. Er lastet den Folgegenerationen nicht nur die Schulden der Banken auf, sondern verschiebt heute zu erbringende Leistungen in die Zukunft und beschränkt auch die Möglichkeiten der jungen Menschen und unserer Wirtschaft, diese zukünftig schultern zu können.

Wir sagen deshalb:

Hier und heute muß damit Schluß sein!

Wir brauchen eine grundlegende Wende im Denken bezüglich Bildung, Erziehung und Betreuung!

Wir müssen Investitionen in diesen Bereich statt als Einsparpotential endlich als verbindliche unantastbare soziale Verpflichtung und Zukunftssicherung betrachten !

Unsere Forderungen im Einzelnen:

  • Optimale statt minimale Bildung für alle!
  • Bereitstellung der Lehrer, Schulpsychologen, Betreuer und Erzieher nach Bedarf (im Rahmen der gesetzlichen Spielräume der Kreise und Kommunen) und nicht nach finanzpolitischen “Wunschdenken”
  • Schluß mit Schulschließungen
  • Finanzielle Absicherung der Sanierung aller (zwanzig Jahre nach der Wende noch immer nur teil- oder gar  unsanierten) Schulen, Kitas, Horte und Turnhallen.
  • Anpassung von Schulnetzplanungsverordnung und Förderrichtlinie für Schulhausbau an das Schulgesetz (und nicht umgedreht!)
  • Aussetzung oder Kompensation der Wettbewerbsbenachteiligung sächsischer Abiturienten durch den vorausseilenden Alleingang bei der Verschärfung des Abiturs
  • Kompensation der zu befürchtenden Verwerfungen im Mittelschul- und Gymnasialnetz infolge der geänderten Bildungsempfehlung sowie Schaffung/Erhöhung der Durchlässigkeit von unten nach oben.
  • Konstantheit bei der Bildungsausrichtung in Sachsen
  • Beibehaltung des kostenlosen “Vorschuljahres”
  • Beibehaltung der Ganztagesangebote

Anbei noch einmal die beiden Präsentationen zu Negativentwicklungen im Bildungsbereich sowie zur Lehrer-/Schülerentwicklung in Sachsen als Hintergrunderläuterung und Argumentationshilfe:

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