Eltern des André-Gymnasiums rücken Dinge richtig

Es ist nicht das erste Mal, daß ein Chemnitzer Gymnasium überregional in den Medien mit einer Story dargestellt werden, die sich in Wirklichkeit nicht ganz so abgespielt hat, wie der Leser meine dürfte.

In einer Pressemitteilung korrigieren die Eltern des André-Gymnasiums - die es diesmal erwischt hat - ebenfalls einige Dinge, um einem falschen Eindruck in der Öffentlichkeit zu begegnen:

Chemnitz, den 16/09/2009

In seiner Sitzung vom 15.09.2009 hat sich der Elternrat des Dr.-Wilhelm-Andrè-Gymnasiums erstmals einen vollständigen Überblick zur genauen Chronologie der Ereignisse verschafft, die im Beitrag „Sexfotos aus dem Schulkeller” in der Freien Presse vom 12./13.9. sowie in folgenden Berichten weiterer Medien in den letzten Tagen zum Teil missverständlich veröffentlicht wurden.

Passiert ist offenkundig folgendes:

Schulleiter Andreas Gersdorf bekam Mitte Februar 2009 zeitgleich drei anonyme Hinweise, wonach der Stellvertretende Schulleiter, dem in der Schule ein Raum als Fotolabor zur Verfügung stand, dort privat Fotos gemacht habe. In diesem Zusammenhang wurden Herrn Gersdorf ebenfalls anonym zwei Fotos zugespielt, die jeweils eine Dame reiferen Alters in Nachtwäsche zeigten.

Herr Gersdorf zitierte den Stellvertretenden Schulleiter sofort zu einen Gespräch. Obgleich auf den Fotos die Örtlichkeit kaum zu erkennen war, gab der Stellvertretende Schulleiter zu, diese im Fotolabor der Schule gemacht zu haben. Herr Gersdorf verbot darauf hin dem Stellvertretenden Schulleiter jede weitere Nutzung des Fotolabors für solche Zwecke. Um eine Wiederholung zu unterbinden, wurde das bis dato nicht schulisch genutzte Labor aufgelöst. Auf Forderung von Herrn Gersdorf unterzeichnete der Stellvertretende Schulleiter eine Unterlassungserklärung, in der er sich verpflichtete, ab sofort jegliche Nutzung des ursprünglichen Fotolabors zu unterlassen. Herr Gersdorf überzeugte sich zudem von der korrekten Auflösung des Labors.

Der in diversen Medienbeiträgen erweckte Eindruck, dass nach ersten Bekanntwerden der Vorgänge im Februar 2009 möglicherweise wissentlich weitere Privat-Fotos im Schulkeller oder der Schule entstanden sind, ist falsch. Falsch ist auch der Eindruck, Herr Gersdorf habe nicht wirksam gehandelt.

Von einer Veröffentlichung von Bildern im Internet, wie Sie in der letzten Woche zu sehen waren, hat Herr Gersdorf erst über die Medien-Berichte ab Freitag (11.09.2009) erfahren.

Am Rand muss zudem richtig gestellt werden, dass der Stellvertretende Schulleiter, anders als in vielen Medien berichtet, keinen „Fotoklub” leitete. Am Dr.-Wilhelm-Andrè-Gymnasium fand unter seiner Leitung eine AG „Digitale Fotografie - Bildbearbeitung” statt. Dazu wurde sachbedingt nur das Computerkabinett zur Bildbearbeitung genutzt. Diese AG wiederum fand nur im vergangenen Schuljahr statt.

Schulleiter Gersdorf hat in dieser Sache mit dem sofortigen Entzug der Nutzungserlaubnis, der Auflösung des Fotolabors und der schriftlich abverlangten Unterlassungserklärung angemessene und korrekte Entscheidungen getroffen, hinter denen der Schulelternrat in Kenntnis der Ereignisse steht. Herr Gersdorf hat damit das vollste Vertrauen des Elternrates.

Das Vertrauensverhältnis zum Stellvertretenden Schulleiter hingegen ist zerstört, weshalb der Elternrat davon ausgeht, dass der Stellvertretende Schulleiter im beiderseitigen Interesse nicht ans Dr.-Wilhelm-Andrè-Gymnasium zurückkehrt.


Der Schulelternrat des Dr.-Wilhelm-Andrè-Gymnasiums

Die Presseerklärung als PDF

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