KER-DD: Der Vorstand des Kreiselternrates Dresden ruft zur Solidarität mit Lehrern auf

„Denn hier geht es um mehr als die 8 Prozent mehr Geld!“

Es geht darum dass nur 15 % der sächsischen Lehrer unter 45 sind. Es geht darum dass 8% der Lehrer pro Jahr in den nächsten Jahren altersbedingt ausscheiden und nicht ausreichend Nachwuchs eingesetzt wird sondern weiter Lehrerstellen abgebaut werden. Es geht darum dass die Personalpolitik des SMK – und nicht nur die Entlohnung, junge motivierte Lehramtsanwärter aus Sachsen vertreibt.

Sachsen rühmt sich gern seiner guten Pisa-Ergebnisse. Damit diese auch in Zukunft erzielbar sind, ist eine vorausschauende Personalpolitik im Schulwesen Voraussetzung die bisher definitiv fehlt. Die Vorboten eines Lehrermangels sind bereits spürbar: Ab dem kommenden Schuljahr fehlen der SBAD über 50 Mittelschullehrer die mangels Stellenzuweisungen nicht ersetzt werden und die Bewerber zum Abwandern gezwungen werden. Und das beim Kernstück sächsischer Bildung, der Schule für die Praxiselite.

Lehrermangel aber gibt es nicht nur in Sachsen, sondern mittlerweile in ganz Deutschland. Sachsen rühmt sich einer sparsamen Finanzpolitik. Derzeit allerdings finanzieren wir teilweise die Lehrerausbildung für Hessen, Bayern und andere Bundesländer mit.
Deshalb rufen wir die verantwortlichen Politiker dazu auf, in Sachsen konkurrenzfähige Bedingungen für Lehrer zu schaffen und eine vorausschauende Personalpolitik zu betreiben die zeigt, dass Bildung in Sachsen tatsächlich etwas zählt. Denn gute Bildung, moderne fortschrittliche Schule, Freude am Lernen, Lernen fürs Leben, das geht nur mit genügend, mit motivierten und mit gut ausgebildeten Lehrern.

Wir rufen die Eltern auf Solidarität mit den Lehrern zu zeigen. Sie kämpfen nicht nur für sich sondern es geht hier konkret um unsere Kinder.

Der geringe Unterrichtsausfall durch Warnstreiks steht in keinem Verhältnis zu dem durch die fragwürdige Personalpolitik des SMK entstehenden realen Unterrichtsausfalls und der Zustände die zu erwarten sind wenn Sachsen nichts ändert.
Nicht der Streik ist verantwortungsloses Handeln auf Kosten der Kinder – die Landesregierung handelt verantwortungslos wenn sie an sächsischen Schulen nicht die Bedingungen schafft die unseren Kindern eine bestmögliche Bildung garantieren.

Mit freundlichen Grüßen

Gerit Thomas

Pressemitteilung als PDF

Website des Kreiselternrates Dresden

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