Gesprächsangebote nutzen

Der Vorstand des Kreiselternrates Chemnitz hat - beginnend vor den Ferien - mehrere Telefonate mit den Fraktionen des Chemnitzer Stadtrates geführt, in welchem er direkte Gesprächsangebote über Sondierungen zu Formen einer weiteren Zusammenarbeit unterbreitete. Diese wurden - nach unserem Empfinden - durchweg positiv aufgenommen, auch wenn es zu den Gesprächen selbst bisher noch nicht gekommen ist.
Positiv wurde deshalb die Einladung der Stadträtin Doris Müller (SPD/Mitglied des Schulausschuss) zu einer Veranstaltung der SHG “Innovative Ingenieure” im Otto-Brenner-Haus zum Thema “Die Schulpolitik im Freistaat Sachsen” mit ihr und dem Fraktionsvorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion Martin Dulig (Mitglied im Ausschuss “Schule und Sport”, Sprecher für Bildungspolitik) aufgenommen. Für den Kreiselternrat Chemnitz nahmen an der Veranstaltung (23.10.2008/14:00 Uhr) Herr Bernd Günther, Herr Jonas Lange und Herr Andreas Müller teil.

Herr Martin Dulig referierte zunächst über die Bildung in Sachsen allgemein, sowie über seine Ziele (und die der SPD) und über die Entwicklung auf dem Gebiet der Gesamtschulen in Sachsen im Besonderen. Dabei ging er auch auf die laufenden Haushaltverhandlungen und das Bemühen bei der Entlastung der Eltern von Kosten im Zusammenhang mit dem Schulbesuch ihrer Kinder ein.
Seitens des Elternrates wurde diese Veranstaltung dazu genutzt, nach einer Darstellung unserer Sichtweise zur Gesamtschulproblematik (s.h. Artikel zur Podiumsdiskussion) nochmals auf einige uns sehr drückende Punkte aufmerksam zu machen. So sprachen wir neben den Beteiligungsverfahren bei Anhörungen insbesondere zwei Punkte an:

1. Lehrerbereitstellung
Hier machten wir auf den Altersdurchschnitt der Lehrer und den zu erwartenden - teilweise sogar schon eingetretenen - Lehrermangel aufmerksam und drängten wir auf eine schnelle und weitere (als in letzter Zeit erfolgte) Öffnung des Einstellungskorridors für Referendare und Neulehrer sowie die Vollbeschäftigung der Lehrer.

2. Schulhausbau und Fördermittel
Wir informierten über die weitgehende “Fördermittelverweigerung” für die großen Städte aufgrund der “Schulnetzplanungsverordnung” als Grundlage der neu gefassten Förderichtlinie für Schulhausbauten sowie unsere Initiativen zur Korrektur dieser Entwicklung. Deutlich wurde von uns darauf hingewiesen, dass aus unserer Sicht die Schulnetzplanungsverordnung nicht mehr gesetzeskonform ist und einer schnellstmöglichen Korrektur Bedarf. Nicht unerwähnt liesen wir auch, dass unsere Vorstösse auf Landesebene bisher (außer von Einzelantworten der Fraktionen) weitgehend (unbeachtet?) unbeantwortet blieben und wir i.d.F. einen Vorstoss über den Petitionsausschuss beabsichtigen. Nachhaltig machten wir auf die Auswirkungen dieser Fördermittelpolitik (Vertrauensbruch/stetiges Anwachsen des Investitions- und Reparaturrückstaus) aufmerksam.

Herr Dulig sicherte uns zu, die Problematik mit in den Landtag zu nehmen. Zwischenzeitlich liegt auch eine erste Antwort vor.

Wir würden es begrüßen, wenn i.d.F. weitere Gespräche/Veranstaltungen mit den Vertretern der Chemnitzer Parteienlandschaft - insbesondere aber mit den Stadtratsfraktionen - folgen können und danken Frau Müller für diesen ersten Schritt.

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