Thesen zur Arbeit eines Landeselternrates

Liebe Eltern,

aus aktuellem Anlaß wurde durch den KER-C ein Thesenpapier erarbeitet, welches die Grundlage zu einer dringend notwendigen Reform der Landeselternvertretung sein sollte.

Auf der Sitzung des KER-C mit den Grund- und Mittelschulen wurde die Notwendigkeit einer Reform des Landeselternrates (LER) festgestellt und das Thesenpapier nach der Vorstellung durch den Vorstand einstimmig als Diskussionsgrundlage bestätigt.

Dieses Papier wurde vom KER-C den anderen Elternvertretungen in Sachsen als Diskussiongrundlage für die zukünftige Vertretung der Kreiselternräte auf Landesebene vorgelegt. Weitere Zuarbeiten können Sie an den Vorstand senden - in den nächsten Sitzungen werden wir uns weiterhin mit diesem Thema beschäftigen.

Euer Kreiselternrat


1. Leitgedanke

a)  Der Landeselternrat ist in seiner Tätigkeit den Kreiselternräten verpflichtet. Er hat seine Tätigkeit nach dem  Willen der Kreiselternräte auszurichten und sich als Werkzeug selbiger zu verstehen.

b) Er ist Erfüllungsgehilfe der Kreiselternräte und hat ausschließlich in deren Interesse zu arbeiten.

Der Landeselternrat ist für die Kreiselternräte da und nicht umgekehrt!

2. Organisationsform, Struktur, Mitglieder und Vorstand

a) Der Landeselternrat wird aus den Delegierten der Kreiselternräte arbeitsgruppenneutral gebildet. Dabei    entsendet jeder Kreiselternrat (KER) ein (und nur ein!) Mitglied in den Landeselternrat (LER).

Die Delegierten haben ausschließlich die Aufgabe, ihr Entsendungsgremium im Landeselternrat zu vertreten. Für Fachdiskussionen,  welche einzelne Schultypen (z.B.: Mittelschule) betreffen, können die Delegierten Berater (z.B. RAG-Leiter ihres Entsendungsgremiums) hin-  zuziehen bzw. sich durch selbige vertreten lassen. Ein Mitglied ist ausreichend, um eine Interessenvertretung des Entsendungsgremiums abzu-  sichern.

b) Der Landeselternrat wird entsprechend der Regionalschulämter neu strukturiert. Jeder Regionalschulamtsbereich erhält eine eigene Regionalarbeitsgruppe (RAG) mit einem Regionalarbeitsgruppenleiter. Hauptschwerpunkt der überregionalen Arbeit des Landeselternrates ist die Arbeit in den regionalschulamtszugeordneten RAG-s. Durch die Regionalität wird es möglich, mehr Sitzungen (ohne weite Fahrten) durchzuführen und die Arbeit zu intensivieren. Des Weiteren berücksichtigt die Regionalschulamtszuordnung besser gleichartige oder ähnliche Probleme und Interessen der Entsendungsgremien. In den RAG-s sind alle wesentlichen Probleme zu bearbeiten.

c) Die Regionalarbeitsgruppenleiter bilden den Vorstand des Landeselternrates . Die Funktion des Vorsitzenden wird von den Regionalarbeitsgruppenleitern (im Quartalsrythmus entspr. feststehender Reihenfolge regelmäßig wechselnd) besetzt. Dieses Gremium hat ausschließlich erarbeitende und repräsentative Funktion.

In dem Gremium werden Erkenntnisse der Arbeitsgruppen zusammengefaßt, Beschlußvorlagen und Arbeitspapiere erarbeitet sowie die Infor-   mationsverteilung landesweit organisiert. Der Vorstand ist nicht berechtigt, Beschlüsse zu fassen.

d) Die bisherige Geschäftsstelle bleibt beihalten, arbeitet jedoch gleichberechtigt den Kreisdelternräten,   den Regionalarbeitsgruppen und dem Vorstand zu.

3. Versammlungen

a) Maximal 3 mal pro Jahr treffen sich alle Delegierten im Rahmen einer Vertreterversammlung, welche ent-  weder durch den Vorstand oder durch eine Regionalarbeitsgruppe einberufen wird.

Durch die Vertreterversammlung ist sowohl die Informationskette geschlossen als auch eine landesweite, objektive Meinungsfindung möglich.

b) Jeder Kreiselternrat kann aus wichtigem Grund eine Sonder-Vertreterversammlung einberufen. Diese Ein-  berufung gilt als bestätigt, sofern nicht die Mehrheit der regionalschulamtszugeordneten Regionalarbeits-    gruppen dem binnen 14 Tagen widersprochen hat.

Durch Sonder-Vertreterversammlungen können kreisspezifische Aspekte mit landesweiter Bedeutung besser berücksichtigt werden.

4. Wähl- und Abwählbarkeit

a) Die Wähl- und Abwählkarkeit der Delegierten obliegt ausschließlich den jeweiligen Entsendungsgremien.   Die Deligierten werden jeweils im Rahmen der Kreiselternratswahl von ihrem Kreisdelternrat gewählt.

b) Der entsendende KER kann und muß eine Abwahl vornehmen, wenn der Delegierte offensichtlich nicht mehr die Interessen des Entsendungsgremiums vertritt oder auf andere Art und Weise selbiges schädigt oder  in Mißkredit bringt.

5. Beschlußfassung

a) Beschlüsse werden im Rahmen einer Vertreterversammlung gefaßt. Gleiches gilt für die Bestätigung    grundsätzlicher Strategien im landesweiten Vorgehen der Elternschaft.

b) Stimmberechtigt sind hierbei auschließlich die gewählten Delegierten bzw. deren Vertreter bei Abwesenheit  der(s) jeweiligen Delegierten.

Durch die Beschlußfassung im Beisein aller Kreisvertreter wird abgesichert, daß die Interessen und Meinung aller einfliesen und ausreichend   berücksichtigt werden können. Elitäres Sektierertum wird damit weitgehend unterbunden.

6. Rechenschaftspflicht

a) Der Vorstand ist der Vertreterversammlung uneingeschränkt rechenschaftspflichtig.

b) Die Rechenschaftslegung erfolgt auf den Vertreterversammlungen und im Rahmen der Publikationen des LER.

7. Mitwirkung

a) Die Mitwirkung der Elternvertretungen soll im Rahmen der Kreiselternräte und Regionalarbeitsgruppen den  neuen Rahmenbedingungen angepaßt, vertieft und ausgebaut werden!

b) Die Wertigkeit der Aussagen und Stellungsnahmen der Vertretersammlung des LER soll stärkere Berücksichtigung in zu treffenden Entscheidungen finden.

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