Bürgermeister Brehm vermittelt und bietet Gespräche an, Fraktionen wollen Andreas Müller erneut für Schulausschuss vorschlagen

Erste Stiche einer Naht am zerrissenen Tischtuch

Zusammenkunft von Vertretern der Stadtverwaltung und des Schulausschuß mit Elternvertretern der Grund- und Mittelschulen

Nach 3 Monaten weitgehend ohne direkten Kontakt trafen am Mittwoch, den 14.02.2001, erstmals wieder Vertreter von Stadtverwaltung , Schulausschuß und Kreiselternrat zu einem gemeinsamen Gedankenaustausch zusammen. Ziel war es, angesichts des mittlerweilen tiefgründig zerrütteten Verhältnisses zwischen Stadtverwal- tung/Schulausschuß und Elternvertretung (Kreiselternrat), durch Vorstellung und Diskussion der gravie- rend unterschiedlichen Standpunkte und Sichtweisen einen gemeinsamen Erkenntnisstand bezüglich der das Handeln der jeweiligen Interessengruppen bestimmenden Hintergründe und Bewegmotive zu schaffen. Zu wissen, warum der Andere etwas getan hat, ist unabdingbar für eine konstruktive und sachliche Diskussion. Genau deshalb wurde dieser Veranstaltung aus Sicht des Vorstandes des Kreiselternrates trotz des ungünstigen Termins eine sehr große Bedeutung beigemessen!

Im Einzelnen wurde sich ausgetauscht über die unterschiedlichen Sichtweisen zu

-  den Verfahrensabläufen und Beschlußinhalten bei Rahmenplanung und konkreten Schulschließungen

-  den Wirkungsmöglichkeiten des Kreiselternrates im Schulausschuß

-  der Einbindung des Kreiselternrates in Planungs- und Schließungsprozesse

- dem Anliegen, der Richtung, den Konsequenzen und der Rechtsförmigkeit des Bürgerbegehrens

- die Vorgehensweise des Kreiselternrates bei der Erarbeitung einer alternativen Rahmenplanung ab 28.02.2001 mit Arbeitsgruppen pro Planbezirk aus Stadt-, Eltern- und Schüler-   räten

Wer erwartet hatte, daß in dieser Veranstaltung grundlegend neue Festlegungen getroffen werden, muß wohl enttäuscht sein von deren Ablauf und den Ergebnissen. Doch dies sind sicher die Wenigsten der Anwesenden gewesen! Zu groß sind noch die Unterschiede in den Sichtweisen und zu tief steckt noch der Stachel des Vertrauensverlustes.

Wer aber diese Diskussionsveranstaltung im oben beschriebenen Sinne betrachtet, muß Sie schon als einen kleinen Erfolg für beide Seiten bewerten. Immerhin sprach man miteinander, gab es einen weitgehend sachlichen Informationsaustausch und erste kleine Ergebnisse. Durch Herrn Brehm wurde ein Angebot zu einem Gespräch in kleinerem Kreis zwischen dem Vorstand des Kreiselternrates und der Stadtverwaltung unterbreitet, um Möglichkeiten und Modelle einer zukünftigen Zusammenarbeit auszuloten.

Von mehreren Vertretern der anwesenden Fraktionen des Stadtrates wurde in der Diskussion darauf verwiesen, daß unbedingt eine Vertretung des Kreiselternrates im Schulausschuß gewünscht sei. Hierzu wurde seitens Frau Deponte erneut Herr Andreas Müller vorgeschlagen und die Stadträte gebeten, erneut hierzu abzustimmen. Generell positive Signale waren diesmal auch aus der SPD-Fraktion zu hören, wo Herr Detlef Müller zusicherte, sich hierfür einzusetzen. PDS, FDP und Bündnis 90/Die Grünen hatten sich bereits im Vorfeld der Veranstaltung positiv gegenüber dem Vorstand des Kreiselternrates diesbezüglich geäußert.

Die im Ganzen recht sachliche, wenn auch emotionsgeladene Debatte war geprägt von dem ehrlichen Bemühen weitgehend aller Beteiligter, zurückzufinden zu einer ehrlichen und sachlichen Zusammenarbeit im Sinne der Sache! Sie kann deshalb aus Sicht des Kreiselternrates als durchaus erfolgreich betrachtet werden, auch wenn Herr Höfler (CDU) am Ende der Veranstaltung durch eine verbale Entgleisung bezüglich der Fachkompetenz von Herrn Andreas Müller einen äußerst bitteren Beigeschmack erzeugte, welcher insbesondere bei Ihm nicht das Interesse an sachlicher Diskussion erwarten läßt!

Abgesehen hiervon wird aus Sicht des Kreiselternrates davon ausgegangen, daß diese Veranstaltung die ersten Stiche einer Naht bilden kann, welche perspektivisch das zerrissene Tischtuch zwischen Kreiselternrat und Stadtverwaltung/Schulausschuß wieder zusammenfügt. Auch wenn nach dieser Veranstaltung noch immer viele grundlegende Fragen offen geblieben sind, noch immer tiefe Gräben in den Auffassungen bestehen, eine Brücke ist gebaut. Wir sind endlich wieder im Gespräch miteinander! Unabhängig oder gerade wegen der einsetzenden Gespräche erhält das Bürgerbehren eine zunehmende Bedeutung und Wichtigkeit bezüglich der Begleitung und Unterstützung o.g. Prozesse. Wir bitten deshalb seitens des Kreiselternrates um weitere starke Unterstützung des Bürgerbegehrens!

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